wegen ſeines Eifers überall bekannten Pfarrers, eintreten 3 ſah, weßhalb ſie fürchten mußte, daß ſie ihre Karten nicht ſo leicht werden miſchen können, wie ſie berechnet hatte, wird daher leicht erklärlich.
Abgeſehen davon, daß es in ihrer Natur lag, ihre Reden mit Bibelſprüchen und andern religiöſen Ausdrücken zu ſpicken, ſtrengte ſte ſich im vorliegenden Fall um ſo mehr an, um einige Zeit zu gewinnen und die Frage, um welche ſich die Zuſammenkunft drehte, beſſer über⸗ legen zu können.
Aber der Paſtor, deſſen ſicherer Blick bald entdeckte, daß die Religion hier nur eine Maske war, unter welcher
ein kaltes und berechnendes Herz ſich verbarg, unterbrach
ſie freundlich und erſuchte ſie, ſich ſtreng an den Gegen⸗ p ſtand ihres Beſuches zu halten. Franks Gedanken waren an die Hoffnungen feſtge⸗ 6 knüpft, die er ſich von den jetzt zu erhaltenden Auf⸗ . ſchlüſſen machte, und er freute ſich, daß der Pfarrer auf dieſe Art das Geſpräch einzuleiten ſuchte. Nach manchen Bibelcitaten begann das Weib endlich: „Sie haben mir angegeben, gnädiger Herr Graf, daß das Kind, nach dem ſie ſo eifrig ſuchen, den 18. Oc⸗ tober 18.. geboren ſei.⸗ „Ganz richtig, den 18. October 18..“ Mein Gott, wie merkwürdig! Der 18. fiel in * dieſem Jahr auf den 19. Sonntag nach Trinitatis, als 4 man von dem verlorenen Sohn predigte, Mätthäi im 9. Kapitel.“ „Weiter, weiter.“ Dann haben Sie ferner geſagt, gnädiger Herr Graf, das Kind ſei auf dem Lande geboren worden, in dem Kiretſpiel Ryd, nahe bei Warholm.“ 4„Das hat ebenfalls ſeine Richtigkeit.“
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