Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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wendig war, von dem, was Gabriele Ihnen heute au⸗ vertraut hat. Das Mädchen wurde dabei immer auf⸗ merkſamer, und als ich ſie fragte, ob ſie eine Perſon kenne, die vor ſo und ſo langer Zeit fremde Kinder auf⸗ zuziehen, oder auch zu ſtehlen gepflegt habe, antwortete ſie mir mit einem lakoniſchen: Vielleicht. Die Antwort führte zu neuen Fragen und neuen Antworten; endlich verſprach ſie mir weiter über die Sache nachzudenken und erſuchte mich ein Paar Tage ſpäter ſie zu treffen. Bei dieſer neuen Zuſammenkunft nannte ſie eine Perſon, eine Madame Jonſſon, die mit dergleichen Dingen ſehr bekannt ſei; ſie rieth mir, dieſe Frau aufzuſuchen und erbot ſich, mir den Weg zu weiſen. Eines Abends be⸗ gaben wir uns alſo zu der genannten Frau, und obſchon das Haus voll von Leuten war und mir als ein vollen⸗ detes Räuberneſt erſchien, traf ich doch die Alte, die mir auch eingeſtand, daß ſie ſich früher mit allerlei dergleichen

Schmuggelwaaren abgegeben, jetzt aber die Sache bereut

und vergeſſen habe. Ich wollte inzwiſchen den kleinen

Faden, den ich in die Hand bekommen hatte, nicht los⸗-

laſſen, ſondern ſuchte ihr Gedächtniß aufzufriſchen, und es gelang mir auch theilweiſe. Uebrigens wollte ſie ſich auf kein eigentliches Geſpräch einlaſſen, ohne zuvor mit einer Freundin zu reden, einer andern Madame, auf de⸗

ren Namen ich mich nicht entſinne, die aber die Wirthin eines Kaffeehauſes dahier ſein ſoll. Um das Zuſammen⸗ treffen der beiden Frauen zu beſchleunigen, bot ich der

Alten einen Platz in meinem Wagen an und führte ſie nach der Stadt. Sie ſagte jedoch, ſie könne die Sache unmöglich früher als heute Abend ausmitteln, und ſie weigerte ſich mit einer Beſtimmtheit, die unerſchütterlich ſchien, an irgend einem andern Ort mit mir zuſammen⸗ zutreffen.“:

„Die Kröte kriecht nicht gern aus dem Sumpf,“

bemerkte der Pfarrer; aber hören Sie doch, welcher Lärm da oben!... Wir müſſen an Ort und Stelle ſein!“