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einzuräumen oder ſtatt des verſöhnenden und beſſernden Einfluſſes des Kirche irgend einen Theil der Gemeinde an die Polizei abzutreten, ſo muß ich in der That ge⸗ ſtehen, daß der Oberprieſter in dieſen Gaſſen eigentlich der Polizeimeiſter iſt, und daß die übrige hier thätige Prieſterſchaft aus Leuten beſteht, deren Prieſterkragen die Polizeimütze iſt. Aber laſſen Sie uns auf unſern Gegenſtand zurückkommen, Herr Graf.“
Der eine der Sprechenden war derſelbe Geiſtliche, mit welchem wir den Leſer ſo eben bekannt gemacht ha⸗ ben; der andere war Graf Theodor Frank.
Sobald der Pfarrer Gabriele verlaſſen hatte, begab er ſich ohne Weiteres zu Frank, und nachdem er ihm die Veranlaſſung ſeines Beſuches, ſowie den Umſtand auseinandergeſetzt, daß Gabriele ſich ihm anvertraut hatte, beſchloſſen ſie miteinander zu gehen.
Der Ort der Zuſammenkunft war das Caffé London.
„Sie haben Recht, Herr Pfarrer, aber wo war ich doch? Ja richtig. Ich hatte, ſagte ich eben, beinahe die Hoffnung aufgegeben, irgend einen Leitfaden für meine Nachforſchungen zu finden, als ich eines Abends, wäh⸗ rend ich auf der Nordbrücke ſpazieren ging, ein ſehr wohl gekleidetes Mädchen traf, das mich ungewöhnlich firirte. Das Mädchen ſah nicht übel aus, ihr Geſicht war friſch, ihr Blick freundlich, und ich redete ſie an. Ich habe Ihnen bereits geſagt, daß ich mich ſchon früher mehr als einmal durch den Zufall in meinen Nachfor⸗ ſchungen hatte leiten laſſen. Das Mädchen war artig, es antwortete mir munter und offen, und ich konnte leicht erratben, welchem Stand ſie angehörte. Nachdem ich von allerlei Dingen geſprochen, die ſie intereſſiren konnten, ging ich plötzlich um etwa zwanzig Jahre zurück und fragte nach ihrer Kinderzeit und was mir ſonſt ein⸗ fiel; bei dieſer Gelegenheit erzählte ich endlich als ein abentenerliches und merkwürdiges Ereigniß einen Theil oder wenigſtens ſo viel als für meine Forſchung noth⸗


