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zu ermitteln. Bald glaubte ich, ſie auch gefunden zu haben. Er freite um mein Geld, um das Erbe meiner Eltern. Ich grämte mich darüber, daß ich es nicht ſo⸗ gleich eingeſehen hatte, weil ich mich dann vielleicht hätte retten können. Jetzt war es zu ſpät, aber ich beſchloß, wenigſtens mein Erbe zu retten für... für... und ich machte einen Vertrag zwiſchen Kelluer und mir.
„Sein Verdruß war grenzenlos, aber ich ließ mich durch nichts in meinem Entſchluſſe erſchüttern. Zwar drohte er mir mit denſelben Waffen, wodurch er meine Einwilligung in die Ehe erzwungen hatte, aber jetzt war mir alles in der Welt ganz gleichgültig und ich forderte ihn auf, zu thun, was er nur wolle. Er ſchämte ſich und ſchwieg.
„Nach der Hochzeit erklärte er mir, daß er mich nie geliebt und ſich nur aus Aerger über den Korb, den er von einer Andern erhalten, mit mir verheirathet habe.
„Mehrere Jahre ſind indeß verfloſſen und das Ver⸗ hältniß zwiſchen Kellner und mir i*ſt fortwährend daſſelbe geblieben.
„Vor der Welt ſind wir Gatten... für einander ſind wir nichts weniger als dies. In dieſem Fall bin ich vollkommen mit meinem Loos zufrieden und wünſche keine Veränderung.
„In London, wohin Theodor ſich begeben hatte, er⸗ hielt er die Nachricht von meiner Vermählung. Ich ſchrieb ihm darüber und ſetzte ihm auch meine Gründe auseinander. Seine Geſundheit litt dadurch und die Aerzte verurtheilten ihn, in's ſüdliche Italien zurückzu⸗ kehren, um das milde Klima dieſes Landes zu genießen.
„Manche Jahre ſind inzwiſchen dahingegangen... er hoffte, daß er mich draußen vergeſſen könnte, aber es gelang ihm nicht..
„Vor einem Jahr ſtarb inzwiſchen ſein Vater, bald darauf auch ſeine Mutter, und jetzt kehrte er in die Heimath zurück.


