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Correſpondenz wurde fortgeſetzt, ohne daß Jemand ſie entdeckte. Da die Feindſchaft zwiſchen ſeinen und meinen Eltern fortdauerte und wir alſo noch viele Jahre keine Hoffnung hatten, durch den Segen der Kirche einander anzugehören, ſo kamen wir dahin überein, daß er im Ausland bleiben ſollte, bis die Umſtände ſich ändern würden. Er erhielt alſo von der Regierung jetzt einen Vertrauensauftrag um den andern und er erbot ſich manch⸗ mal ſogar ſelbſt dazu, weil die diplomatiſche Laufbahn ihn intereſſirte, je mehr er in ihre Geheimniſſe eingeweiht wurde.
„Eine fröhlichere Zukunft lächelte uns noch, wenn auch in weiter Ferne, entgegen. Aber als ich am we⸗ nigſten daran dachte, ſollten alle dieſe zwar geringe, aber doch theure Hoffnungen zerſtört werden.
„Eines Tags ſaß ich auf einem Schaukelbrett im Hof, als eine Equipage anlangte. In derſelben ſaß Großhändler Kellner. Ohne daß ich eigentlich darauf geachtet, hatte ich bei meiner Tante ſeine Bekanntſchaft gemacht. Ich kannte ihn alſo ſogleich wieder, ſchenkte ihm aber keine weitere Aufmerkſamkeit. Mein Vater da⸗ gegen empfing ihn ausnehmend freundlich als den Sohn eines ſeiner alten Bekannten, aber die Freude verwandelte ſich in ernſthaftere Betrachtungen, als er nach mehrtägi⸗ gem Aufenthalt bei uns förmlich um meine Hand anhielt.
„Meine Eltern hatten bereits eingeſehen, daß ich mich in dieſem Falle nicht nach ihrem Willen richtete, und um keine neuen Zwiſtigkeiten hervorzurufen, erſuchten ſie ihn beide, ſich an mich ſelbſt zu wenden.
„Ich gab ihm nun eine eben ſo beſtimmte, als kurze abſchlägige Antwort und wollte das Zimmer verlaſſen. Aber er erſuchte mich, zu verweilen.
„Wir waren allein, und da ich nun begierig war, was er mir wohl zu ſagen hätte, ſo blieb ich auch bei ihm.
„Er erzählte mir hierauf mein ganzes Verhältniß zu Theodor und ſchloß mit der Erklärung, daß er meinen


