Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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„Was ich bei dieſen Nachrichten litt, kann Niemand wiſſen, wer ſich nicht in einer ähnlichen Lage befand, wie ich. Vierzehn Tage lang ſchwebte ich zwiſchen Leben und Tod. Der Arzt wich keinen Augenblick von meiner Seite.

„Meine Eltern hatten ſich, als man ſie vom Tod der Tante und meiner Krankheit in Kenntniß geſetzt, eingefunden. Und als ich jetzt die Gegenſtände um mich her wieder klar unterſcheiden konnte, fand ich meine Mut⸗ ter an meiner Seite.

„Ich konnte gleichwohl kaum ihren Namen flüſtern, als der Arzt ſie erſuchte, ſich zu entfernen.

„Sobald wir... der Arzt und ich... allein waren ... ergriff er meine Hand.

„„Ich habe Ihr Verhältniß geahnt, weil mir viele Umſtände ſo eigenthümlich erſchienen, daß ich nur einen einzigen Schluß daraus zu ziehen vermochte. Ihre Eltern lieben Sie zärtlich, wiſſen aber nicht, was ſich zugetra⸗ gen hat. Die Nachricht davon würde ſicherlich ein ent⸗ ſetzlicher Schlag für ſie ſein... und ſie ſollte wenigſtens von keiner andern Seite kommen, als von Ihnen ſelbſt. Ich bin deßhalb nicht von Ihrer Seite gewichen und es iſt mir gelungen, alles wegzuſchaffen, was zu einer unangenehmen, vorzeitigen Entdeckung führen könnte. Beſchließen Sie jetzt, wie Sie handeln müſſen... die Wahl ſteht Ihnen frei... Ihre Geſundheit befindet ſich nunmehr außer aller Gefahr.““

„Ich drückte gerührt dem redlichen Manne die Hand, und da mir das Schickſal meiner Tante vor Augen trat, ſo wurde es mir nicht ſchwer, einen Entſchluß zu faſſen. Ich hatte überdieß ſchon lange vorher der Ver⸗ ſtorbenen mein Verſprechen gegeben, zu ſchweigen.

„Der Arzt billigte auch dieſen Entſchluß.

„Meine Geneſung ging raſch vor ſich und bald darauf war ich wieder in Holmſtanäs.

„Aber wie anders erſchien mir jetzt alles als früher?

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