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auf ein hübſches Gütchen auf dem Land, das ſie zuwei⸗ len beſuchte und ihr Sansſonci zu nennen pflegte.
„Mein Unglück hatte ihr die Welt verleidet und ihre Geſundheit gebrochen. Voll Unruhe ſah ich, wie ihre Kräfte täglich abnahmen. „Mit einer Umſicht und Zärtlichkeit, an die ich noch jetzt mit gerührtem Herzen denke, ergriff ſie inzwiſchen alle nothwendigen Maßregeln, meine Lage zu verheimli⸗ chen. Sie ſchien nur dafür zu leben... und ich glaube, daß nur dieſer Umſtand es war, der in jener trauervol⸗ len Periode ſie noch am Leben erhielt.
„Ihr Gütchen lag in den Scheeren und mein einzi⸗ ger Spaziergang war nach dem Meeresſtraud. Es war
mir ein Vergnügen, von einer wilden kahlen Klippe in
die Tiefe zu ſehen, wie die Wogen kamen und gingen, wie ſie an der Klippe zerſchollen und wie der weiße Giſcht ihren Scheitel umſchäumte. Es war ein Kampf, der meine Seele erfreute und meine Gedanken belebte.
„Eines Tags, als ich an mein Lieblingsplätzchen kam, erblickte ich draußen auf den Wogen ein kleines weißes Segel und ich folgte ihm mit den Augen.
„Aber das Segel kam immer näher und ich ſah, daß das Boot auf den Strand zuſtenerte, wo ich ſtand.
„Um nicht entdeckt zu werden, aber dennoch dem Segler folgen zu können, zog ich mich hinter ein Gebüſch zurück. Bald legte das Boot in einer Bucht an, und wer glauben Sie wohl, daß an's Land ſprang?... Kein anderer als Theodor.
„Meine Tante hatte mir eine Zuſammenkunft mit ihm ſtreng verweigert und ich reſpectirte ihren Willen... ich hatte ihn nicht mehr geſehen ſeit dem Augenblick, wo ich ihn rettete... um mich ſelbſt in's Unglück zu ſtürzen.
„Es freute mich unendlich, zu ſehen, daß er mich nicht vergeſſen hatte, denn ich hielt es für ausgemacht, daß er meinetwegen komme.
„Ich konnte mir daher das Vergnügen nicht verſa⸗


