Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Dabei ſchloß er ſeine Augen und ſchwieg eine Weile.

„O Vater, du lächelſt mir entgegen,“ ſagte er dann, gleich als hätte er ſeinen Vater vor ſich und ſpreche mit ihm.

„Deine Lippen bewegen ſich... du biſt nicht böſe... du willſt Etwas ſagen... ſprich... ſprich... ha... was höre ich... wär's möglich... Rettung, ſagſt du... auf welche Art... durch welche Mittel... O ſag es mir... ſag es mir...“

In dieſem gereizten Zuſtand wirkte bei ihm die Einbildungskraft mit einer Lebhaftigkeit, welche die Gren⸗ zen ihres gewöhnlichen Maßes überſchritt.

„Gibt es wirklich ein rettendes Brett... o ſo laß es ſehen...“

Seine Bewegungen waren, wie ſeine Worte, heftig und unregelmäßig, und obſchon ſeine Gedanken ſich jetzt in einem gewiſſen Geleiſe hielten, ſo hüpften ſie doch mehr, als ſie gingen.

Beherrſcht von ſeiner neuen Phantaſie, ſetzte er ſich am Pult nieder und ergriff eine Feder, um auf dem Papier in geordneter Reihenfolge die Umſtände zuſam⸗ menzuſtellen, die ſeine Stellung am meiſten erſchwerten.

Aber er fuhr nicht lange damit fort, ſondern warf haſtig die Feder weg und erhob ſich.⸗

In ſeinem Innern arbeitete ein neuer Gedanke.

„Ich bin gerettet!: rief er endlich.„O mein Vater, du biſt es, der mich gerettet hat, weil du zur rechten Stunde zwiſchen mich und die Piſtolenmündung trateſt.“

Dabei erhob ſich ſein Haupt wieder, ſein Geſicht färbte ſich von einer neuen Gluth, ſeine Angen gewannen Feuer und ſeine Lippen Purpur.

Ein leichtes Zittern lief durch ſeine Glieder; er zitterte vor Freude. 3

„Brandt! Brandt!“ rief er.

Es war ihm ein unwiderſtehliches inneres Bedürfniß ſich ſogleich dem unbedingt ergebenen Freunde mitzutheilen.