Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Und er legte die Hand auf die kleine hölzerne Kaſ⸗ enkiſte.. „Ich habe immer den Gedanken gefürchtet, dereinſt mit der Welt, mit meinem Gewiſſen und mit meinen Gläubigern Abrechnung halten zu müſſen.

„Hier habe ich einen Schatz niedergelegt, als ich meine Art zu leben wählte, einen Schatz, der Herr iſt über Leben und Tod, einen Schatz... der meine letzte Zuflucht ausmacht. Der Augenblick iſt gekommen, ihn zu heben.“

Das Käſtchen war mit mehreren Schlöſſern verſehen; aber er drückte blos auf eine kleine Feder, und es ſprang ſogleich auf.—

Die Schlöſſer waren nur da, um die Aufmerkſam⸗ keit unberufener Beſchaner irre zu leiten.

Auf dem Boden des Käſtchens lagen blos zwei Piſtole.

„Als ich Großhändler wurde, habe ich euch hier niedergelegt... als ich um eine Frau warb, lud ich euch... jetzt ſpanne ich euch.“

„Va banque e rief er wieder und führte die Mün⸗ dung gegen ſeine Stirne.

Ein einziger Druck, und er wäre nicht mehr ge⸗ weſen. Aber er that ſich Einhalt. Ein neuer Gedanke tauchte in ihm auf, ein Gedanke, der ihm immer wichtig geweſen war, der Gedanke an ſeinen Vater.

„O mein Vater,“ ſprach er zu ſich ſelbſt,„was wirſt du ſagen...“

Und er vollendete ſeinen Satz nicht, ſondern warf ſchnell die Piſtole in das Käſtchen zurück, ſo gewaltig ergriff ihn der Gedanke an den Schmerz ſeines Vaters.

War es indeß blos kindliche Ergebenheit und Ach⸗ tung, die ihm ſein Benehmen dictirte, oder war es nicht vielmehr die Furcht vor dem Urtheil des Alten?

„Mein Vater! mein Vater!“ rief er,„warum trittſt du zwiſchen mich und den Tod, während doch er allein wenigſtens den Schein meiner Ehre retten kann!“