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auf dem Contor, nicht nach vieljährigen Studien über den europäiſchen Geſchäftsgang oder auf den Grund einiger Kenntniſſe des wichtigen Berufes, dem er ſich widmen wollte, gethan.
Ohne daß er am Morgen ſelbſt daran gedacht hatte, war er am Abend Großhändler. Mit einem Wort, es war eine Laune..
Bisher hatte er wie alle andern ein Schlaraffenleben geführt, aber man muß zu ſeiner Ehre geſtehen, daß er, nachdem er ſich einmal in die Geſchäfte geworfen, ſich mit einer höchſt ſeltenen Euergie denſelben widmete.
Das Anſehen ſeines Vaters verſchaffte ihm zwei Creditbriefe, den einen für Hamburg bei Mendelſohn Bartholdy, und den andern für London bei Gebrüder Baring und Comp.
Mit dieſen begann er ſein Geſchäft. Er zog auf den Einen und bezahlte ſeine Verbindlichkeiten bei ihm mit dem Andern. Aber auf die Länge wurde das Be⸗ triebskapital zu klein. Er begann eine Geſchäftsverbin⸗ dung in Paris mit A. Marcuard u. Comp., in Peters⸗ burg mit Stieglitz u. Comp., in Wien mit J. H. Stein⸗ metz und Comp, und binnen Kurzem hatte er das un⸗ ſchätzbare Glück, auch von ihnen Credit zu erhalten. Von dieſem Augenblick an ſtand ihm die ganze Welt offen. Er brauchte blos zu ſpeculiren und zu befehlen. Seine Mittel erſchienen unermeßlich, und Niemand wußte, woher ſie kamen.
Wer kann ſich daher auch wundern, wenn der alte Vater über die glänzende Betriebſamkeit ſeines Sohnes im höchſten Grade erfreut war? 4
Weudet man inzwiſchen ſeinen Blick von dieſem ſo bunten und ſchimmernden Gemälde ab, in deſſen Rahmen ein einziger Mann die Marionettenfäden zu ſo vielen 3 wichtigen und weitverzweigten Intereſſen in ſeiner Hand zu halten ſcheint, und betrachtet man ſtatt deſſen lediglich


