Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Drei Monate nachher wurde er nicht blos unter die fünfzig Aelteſten, ſondern auch mit großer Majorität zum Mitglied des Reichstags gewählt.

Der Alte jubelte und die Verleumdung verſtummte.

Die Umſtände hatten inzwiſchen weit mehr dazu beigetragen, ihn auf die Bahn zu werfen, die er wählte, als die Erziehung.

In Stockholm hat man kaum einen Begriff davon, was die Erziehung zu einem ausgedehnten Geſchäftsleben erfordert.

Man ſucht da auch vergebens nach einem Eliten⸗ corps von geſchickten jungen Zukunftsmännern, die ſich durch Kenntniſſe und Studien allmälig zu dem verant⸗ wortungsvollen Beruf einweihen, mit der Zeit die Ge⸗ ſchäfte ihrer Väter zu übernehmen.

Stockholm hat zwar Großhändler, aber keine Groß⸗ händlerſöhne: es hat eine Gegenwart, aber eine Gegen⸗ wart ohne lebendige Zukunft, die Handelſchaft ſelbſt iſt daher ein Baum, der zwar Wurzeln hat, aber keine wirk⸗ liche Frucht trägt, keine wahre Lebensfähigkeit beſitzt.

Ein Großhändlersſohn in Stockholm lebt luſtig mit den Garniſonsoffizieren und jungen Beamten; er findet ſich nur Samſtags auf der Börſe ein, um— für den Sonntag eine Luſtparthie zu verabreden.

Das Contor des lieben Papas beſucht er blos, wenn er Geld braucht.

Um doch Etwas zu werden, wird man zuletzt Groß⸗ händler, wenn Papa die Augen ſchließt.

Wir ſprechen hier nicht von allen denjenigen, die es werden, nachdem ſie zuvor als Kleinhändler einige Ceſ⸗ ſionen gemacht baben; ebenſo wenig von ſolchen, die da glauben, daß ſie für das Vergnügen eines klangvolleren Titels wohl einen erhöhten Steuerzettel bezahlen können.

Nun hatte zwar Kellner ſeine Laufbahn ſchon lange vor dem Abſterben ſeines Vaters betreten; aber er hatte das nicht in Folge einer vorhergegangenen Thätigkeit