Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Tageslicht milderten Sie bedeckten jedoch die hohen Fenſter nicht ganz, ſondern von dem obern„nicht be⸗ deckten Theile fiel ein helles Sonnenlicht herein, ſo daß das Zimmer auf eine angenehme und für verſchiedene Augen ganz beſonders zuträgliche Art beleuchtet war.

Unmittelbar vor dem Leſezimmer lag das Caſſa⸗ contor. Weniger hell, weil die Fenſter auf die Gaſſe hinaus ſahen, bot es auch einen weniger angenehmen Anblick dar. An dem Pfeiler zwiſchen den Fenſtern ſtand ein großer, altmodiſcher Schreibpult auf einer Erhöhnng. Mit Briefen, Papieren und Contocourants aus verſchie⸗ deuen Jahren bedeckt, flößte er ein Gefühl der Achtung ein, weil man ſich des Gedankens nicht erwehren konnte, daß hier Geſchäfte abgeſchloſſen wurden, die für mehr als einen Welttheil Wichtigkeit hatten. Dieſes Gefühl wurde nicht vermindert durch den Anblick zweier großen, mit Riegeln und mehreren Schlöſſern verſehenen, grün und ſchwarz angeſtrichenen, feuerfeſten Geldkiſten, die auf beiden Seiten des Pultes ſtanden, die eine rechts von Herrn Kellner, der gewöhnlich mit dem Rücken gegen die Thüre, und die audere links vom Kaſſier, der in um⸗ gekehrter Richtung ſaß.

Nachdem wir nunmehr die Zimmer beſchrieben ha⸗ ben, wie ſie vor dem Einbruch waren, müſſen wir ein wenig zurückgehen, um von ihrem Zuſtand nach demſel⸗ ben einen Begriff zu geben.

Im Leſezimmer lagen die meiſten Journale unter einander geworfen auf dem Boden, theils zerriſſen, theils zertreten.

Einige der kleinen Tiſche waren umgeworfen und an dem großen zeigten ſich Spuren einer gewaltſamen Be⸗ handlung.

Im Caſſacontor lagen die Bücher in der größten Unordnung; aus einigen waren Blätter herausgenommen und andere waren gänzlich aus ihren Einbänden geriſſen. Beide Geldkiſten waren erbrochen; die eine trug Spuren