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Auf franzöſiſchen Schiffen wurde überdies manche Ladung der reichſten Erzſchätze aus unſern Bergwerken nach St. Malo, St. Brieux und Rennes geſandt.
Der Stahl von Dannemora und Gyſinge, in den letztern Zeiten auch von Schebo, wurde vorzugsweiſe in Hull abgeſetzt, wo es bei dem ſtarken Bedarf der Fab⸗ riken ſelten an gutem Abgang fehlte.
Aber damit begnügte ſich die Firma immer noch nicht; ſie ſpeculirte auch in Holzwaaren.
Und Algier, Tunis und Marocco nicht minder als Marſeille, Livorno, ja ſogar der griechiſche Archipel kann⸗ ten den Namen Kellner und Comp.
Eine ſolche Betriebſamkeit mußte dem Hauſe noth⸗ wendig die größte Aufmerkſamkeit in der Handelswelt zuwenden.
Die Bank der Reichsſtände beſaß kein größeres Zu⸗ trauen als dieſes Haus Im Inland hatten die von ihm ausgeſtellten Anwei⸗ ſungen ſeit vielen Jahren im allgemeinen Verkehr ebenſo viel Geltung gehabt, als nur je das von den Ständen garantirte Papiergeld, und im Ausland...
Das Contor von Kellner und Comp. hatte auch ein Aeußeres, das der Bedeutſamkeit des Geſchäftes voll⸗ kommen entſprach.
Nachdem man eine kleine Hausflur paſſirt hatte, kam man in ein größeres Zimmer mit mehreren Doppel⸗ pulten, wo die Contoriſten ſaßen, theils mit Buchführung, theils mit Copirung von Briefen und Beſtellungen oder mit Ausfertigung neuer, nach der Anordnung des Prin⸗ eipals, beſchäͤftigt.
„Welch ein ſchreckliches Ereigniß!“ ſagte ein junger Contoriſt zu ſeinem Nachbar auf der andern Seite des Pultes;„Du kannſt Dir gar nicht vorſtellen, wie es aus⸗ ſah, als ich heute früh hier ankam. Die Pulte waren
mit Dieterichen ge öffnet, alle Thüren aufgebrochen, die Das Gewiſſen. I. 3


