Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

war mit doppelten eiſernen Riegeln, wovon der eine nach oben, der andere nach unten ging, verſehen, und mit gro⸗ ben, gegen Dieteriche geſicherten Hängeſchlöſſern ver⸗ ſchloſſen, noch ungerechnet das mittlere Schloß, das eben⸗ falls allen möglichen Arten von Dietrichen trotzen zu können ſchien.

Der Fuchs unterdrückte einen grimmigen Fluch, der ſich über ſeine Lippen dräugen wollte.

„Weh uns! wir müſſen denſelben Weg zurückgehen. An dieſen eiſernen Riegeln wird die Brechſtange abſprin⸗ gen wie Glas; und dieſe Schlöſſer da... ich bekomme graue Haare, wenn ich ſie nur anſehe.“

Der Löwe unterſuchte die Thüre noch einmal.

„Stell Dich dort bei der Treppe auf die Wacht... Kommt Jemand, ſo tritt ihn nieder... Nimm die Brechſtange mit, im Fall Du einen Schädel einſchlagen müßteſt... Tummle Dich... hier kann nichts An⸗ deres helfen als Entſchloſſenheit.““

Der Fuchs vollzog den Befehl. So bald der Löwe ſich vor Ueberraſchung ſicher glaubte, zog er einen Boh⸗ rer hervor und bohrte ein Loch in den Rand der Thür⸗ füllung, dann ſteckte er ſeine Handſäge hinein und be⸗ gann, indem er dem Rand des Feldes folgte, daſſelbe herauszuſägen.

Nichts ſtörte ſeine Arbeit. Alles um ihn her war ſchweigſam und ſtill, und man hörte nur das gleichmäßige, einförmige Schaben der Säge an der dünnen Thür⸗ planke, die ſich bald lockerte und einen Durchgang für Beide öffnete.

Wir ſind unſern Abenteurern bis hieher gefolgt und wollen nur noch hinzufügen, daß ſie, obſchon ſie das Contor und die Geldkiſten wohl verſchloſſen fanden, dennoch alle Hinderniſſe überwanden.

In den Kaſſen fanden ſie mehrere Bündel Papier, aber kein Geld, wie ſie erwartet hatten. Aus Verdruß über ihre getäuſchte Hoffnung bemächtigten ſie ſich der