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Ihnen zu ſprechen; aber wir müſſen es auf ein ander Mal aufſchieben. Mein Mann iſt noch nicht heimgekom⸗ men, und ich erwarte ihn jeden Augenblick.“
„Verlangen Sie nicht das Unmögliche. Ich ver⸗ laſſe Sie nicht... Nein, nein... beim Himmel... ich thue es nicht. Sie haben mir ſchon gar zu lange dieſe Zuſammenkunft verweigert, und jetzt... Ach, Sie werden mich noch wahnſinnig machen.“
„Keine leidenſchaftlichen Uebertreibungen, Herr Graf. In unſern Jahren muß alles das vorüber ſein... Ich bitte Sie, ſeien Sie ruhig. Nur unter dieſer Bedingung will ich Sie in Zukunft noch ſehen... Ich bin jetzt verheirathet... ſeit vielen Jahren verheirathet... Vergeſſen Sie das nicht, Graf... Still... ich meinte Etwas zu hören..„Verlaſſen Sie mich.“
Es war der Löwe, der ſich bewegte. Aus Neu⸗ gierde beugte er ſein Haupt vor und verlor beinahe das Uebergewicht, weßhalb er einen Schritt ausgreifen mußte.
„Ihre von der Angſt aufgejagte Einbildungskraft ſchreckt Sie. Das ganze Haus ſchläft, und wenn Ihr Mann heimkommt, begibt er ſich auf ſeine eigenen Zim⸗ mer... Fürchten Sie Nichts... Oeffnen Sie die Thüre... Ich habe viel mit Ihnen zu ſprechen.
Weder der Löwe noch der Fuchs wagten jetzt Athem zu ſchöpfen, um ſich nicht zu verrathen.“ 3
„Was haben Sie zu ſagen?“ fuhr die Dame fort...„Ach, es wird uns wohl hier Niemand hören können.“
„Ich will von unſern früheren Verhältniſſen ſpre⸗ chen... von unſrer Jugend... von unſrem Glück... von unſrer Liebe.“
„Und wie Sie ins Ausland reiſten, wollen Sie vielleicht hinzufügen, um mich allein zu laſſen, einen Raub der Qualen und Selbſtvorwürfe. Es iſt beſſer, Herr Graf, Sie laſſen den Schleier über die Vergangen⸗ heit fallen, als daß Sie ihn zurückſchlagen.“


