15
und man ſah, wie ſeine Bruſt ſich hob, gleich als hätte ein Seufzer den Weg aus ſeinem Herzen geſucht.
„Du biſt lang ausgeblieben,“ bemerkte der Löwe; „wir haben auf Dich gewartet... und wenn man war⸗ tet, muß man ſich doch mit Etwas beſchäftigen.“
„Sich herumbalgen und wüſt thun... pfui...“
„Es pfiff draußen... was bedeutete das?“
„Ich pfiff... ich wollte euch warnen... er iſt
U...“ „Er? Iſt's möglich 2... Du biſt eine Perle unter den Weibern... Laß Dich umarmen, Königin....
Wir können alſo aufbrechen... Du prächtigſte unter den Prächtigen...“
„Er iſt drunten... er wartet.“
„Wie haſt Du ihn aufgegabelt? Erzähle. Er kann wohl ein Weilchen warten.“
„Die wilde Jagd hielt ihren Zug durch die Stadt... über die Nordbrücke hin.... im Norden herum.. Alle Jägerinnen waren draußen... ich an der Spitze. Zuerſt ſuchte ich ihn daheim in ſeinem eigenen Hauſe...“
„Thateſt Du das?... Du biſt keck...“ „Was hälfe es auch, ängſtlich zu ſein? Ich ſuchte ihn dort, fand aber nur ſeine Frau. Ach, wie gutmüthig ſie ausſah... aber traurig. Sie ſagte, der Herr Groß⸗ händler ſei in Geſchäften ausgegangen; und ich ahnte, was für Geſchäfte es waren...*
Die Anweſenden folgten ihr mit ſichtbarem Inte⸗ reſſe, und als ſie die letzten Worte ſagte, ſchien man ihre Bedeutung nur gar zu gut zu verſtehen, denn auf allen Lippen ſhwebte ein Lächeln.
„flber was nützt dieſe Erzählung?“ unterbrach ſie ſich ſelbſt.„Er wartet auf der Tredpe und er könnte ſich entfernen
n.* „Hat keine Gefahr, erzähle, er
mal in Deine Augen ver uckt, Sprich, ſprich!“ 3
zähle! Hat er ſich ein⸗ ſo iſt er feſtgebannt.


