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„Dieſe Alten da nennen uns junge Leute Thoren,“ bemerkte er höhniſch.„Wie ſollen wir Jungen Euch Alte nennen? Was biſt Du jetzt, was bedeuteſt Du jetzt?“
„Bravo! Knicke ihn, knicke ihn!“
Die Lippen des Alten bewegten ſich leiſe. Mit from⸗ mer Ergebung rief er Gott um Hülfe an. Der Löwe hörte es, und dies ſchien ihn noch mehr zu reizen, denn ſein Geſicht flammte jetzt von wildem Haß.
„Zerſchmettere ihn am Boden,“ riefen die Andern, „ſo richtet er ſich nicht mehr auf.“
Eine einzige Bewegung würde genügt haben, um die Aufforderung ins Werk zu ſetzen, und der Löwe ſchien auch geneigt, ihr nachzukommen, als auf einmal ein ſeiner, aber geller Pfiff von der Straße her ſich verneh⸗ men ließ.
Ein Pfiff bedeutet unter Verbrechern ſo viel als: Aufgepaßt! 3
Der Löwe lauſchte auch auf den Ton, indem er den Alten noch immer in der Luft ſchwebend hielt.
Mittlerweile wurde die Thüre vom Schenkzimmer aus heftig aufgeſtoßen, und eine neue Perſon trat ein, ein Mädchen mit flammenden, friſchen Wangen.
„Was gibt es hier?“ fragte ſie beim Anblick der Scene, die wir beſchrieben haben.„Was hat der Alte Böſes gethan, daß Du ihn ſo behandelſt? Laß ihn los, ſage ich.. hörſt Du... ich will, daß Du ihn los⸗ laſſen ſollſt.“
Die Stimme des Mädchens war gebieteriſch, gleich als fürchtete ſie keinen Widerſpruch und wäre ſich ihres Einfluſſes bewußt. Ihre Worte wurden von einer Hand⸗ ewegung begleitet, die ihren Willen noch vollſtändiger er⸗ klärte nnd zu erkennen gab. In ihrer Miene fand ſich nichts Bedächtliches vor. Der Muth leuchtete aus ihren aren, ſchimmernden und großen Augen; ihre Stirne


