joniren... paß auf!“ und mit dieſen Worten ſtürzte er auf den Löwen zu.
Aber trotz ſeiner Raſerei berechnete er ſeinen An⸗ griff ganz gut. Gewarnt durch das Schickſal des Fuch⸗ ſes, beugte er ſeinen Kopf hinab und ſenkte den Körper ein wenig, während er mit einem kühnen und kräftigen Sprung den Löwen um den Leib faßte und mit unwider⸗ ſtehlicher Kraft vom Boden aufhob, um ihn im nächſten Augenblick ebenſo energiſch wieder auf die Dielen hinab⸗ zuſtoßen. Das Manöver glückte auch, und der Löwe lag, niedergedrückt unter der Laſt ſeines Gegners, bereits auf den Knieen. Aber ſeine Arme waren frei, und wenn er auch in ſeiner jetzigen Stellung den Stier nirgends ge⸗ ſchickt anfaſſen konnte, ſo ſchwebten doch ſeine geballten Fäuſte über deſſen Haupt.
Uebermüthig gemacht durch ſeinen Erfolg, ſchaute der Stier jetzt auf, um ſeinem Feind ins Geſicht zu ſehen, aber in demſelben Augenblick fiel die Fauſt des Löwen ſo hart, als wäre ſie mit einem eiſernen Kloben verſe⸗ hen, auf ſein einziges Auge, ſo daß er brüllend ſeinen Raub losließ, und rücklings zu Boden ſtürzte.
Mit ſtolzem Lächeln richtete ſich der Löwe auf. Der Zweikampf hatte ſo kurz gewährt, daß der Graukopf am andern Tiſch, der die Streitenden aufmerkſam beobachtet, ſich während deſſelben kaum von ſeinem Stuhl hatte auf⸗ richten können.
„Still, Jungen,“ ſagte der Alte,„ſtill.... Wozu dieſes Gezänke... dieſe Rauferei... Warum ſchlagt ihr euch um eine ſolche Kleinigkeit herum?“
Der Löwe ſah ihn verächtlich an.
„Halt's Maul, alter Schwätzer!“ antwortete er. „Um Kleinigkeiten ſchlägt man ſich; in großen Fällen geht man ſchon einig. Leg Dich nicht in Sachen, die Dich Nichts angehen. Trink Dein Bier und packe Dich, das iſt das Allerbeſte; es könnte Dir ſonſt auch gehen wie


