Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Stachelſchwein, und Schaum drang aus ſeinem Munde. Die Augenmuskeln waren hinabgezogen und bläulich. Die geballten Fäuſte hingen ſtarr und unbeweglich an ſeinen Seiten hinab. Er ſchien im Begriff, auf ſeinen Gegner loszuſtürzen.

Die Kellnerin hatte ſich ängſtlich ins äußere Zimmer zurückgezogen und die Thüre hinter ſich verſchloſſen; dann war ſie in ein Stübchen auf der andern Seite des Schenk⸗ zimmers gegangen, um die Wirthin von dem, was vor⸗ ging, zu unterrichten. Dieſe aber ſchien ſich nicht darum zu bekümmern, und es fehlte ihr auch nicht an Gründen für ihre Gleichgiltigkeit.

Wie alle Induſtrie, ſo fanden auch Cafés von der Art, wie dieſes London, ihr Hauptintereſſe in der Erwei⸗ terung ihres Verkehrs, obſchon freilich nicht gerade in einer für den Staat nützlichen und preiswürdigen Rich⸗ tung, ſondern vielmehr blos als beglaubigter Stammſitz für Verbrechen und Laſter. Um nun dieſen Zweck ſo vollkommen wie möglich zu erreichen, muß man haupt⸗ ſächlich zweierlei beobachten; erſtens muß man das Ver⸗ brechen maskiren, ſo daß es der Aufmerkſamfeit des Ge⸗ ſetzes und der Polizei entgeht; zweitens muß man gleich⸗ wohl dieſe Maske ſo dünn und leicht machen, daß alle Diejenigen, die ſich der betreffenden Beſchäftigung con amore widmen, ſie durchſchauen können. Hierin das Rechte zu treffen, eine ſolche Maske zu wählen, die gerade ein paſſendes Mittelding bildet und auf der einen Seite den Arm des Geſetzes nicht herausfordert, auf der andern, ſämmtliche Liebhaber des Laſters deutlich genug anlockt, das iſt eine Aufgabe, welche die klügſten Berechnungen der Wirthinnen erfordert. Die erſte Bedingung des Er⸗ folgs beſteht darin, ſich ſelbſt ſo zu placiren, daß man ſie niemals überweiſen kann, Etwas geſehen zu haben, ſon⸗ dern daß ſie vielmehr bei Allem, was um ſie her vor⸗ geht, eine gänzliche Unwiſſenheit zur Schau tragen kön⸗ nen, während gleichwohl Nichts ihrer Kenntniß entgeht.