Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Wir dürften ſpäterhin Gelegenheit erhalten, die Ge⸗ genſtände auf der andern Seite derſelben näher in Be⸗ tracht zu ziehen.

Das erſte Zimmer... dicht vor der Thüre, von der Hausflur aus... war das Cafs ſelbſt, jetzt durch einen kleinen lakirten Kronleuchter, der an der Decke hing, er⸗ hellt. Hinter dem Schenktiſch, der ſich unmittelbar beim Eingang rechts befand, ſtand ein blaſſes, ſchlankes Mäd⸗ chen in einem geſtreiften, ſaubern und zierlich ſitzenden Baumwollenkleide. Es lag etwas Mattes oder vielmehr Leidendes in ihrer Miene, aber dieſes Leiden hatte ihre Jugend und Schönheit noch nicht zu verwiſchen vermocht.

An Orten, wie dieſer und ähnliche, ſind Beinamen oder ſogenannte Spitznamen noch immer allgemein gäng und gäbe, und das blaſſe Mädchen war unter dem Namen Waldhahnenfuß bekannt. 5

Als ſie ſich rufen hörte, fuhr ſie zuſammen, wie wenn ſie plötzlich aus einem ſchwermüthigen Traum ge⸗ weckt würde; mit einem Seufzer leiſtete ſie dann dem Ruf Folge, und begab ſich in das innere Zimmer.

Dieſes war nicht unangenehm meublirt.

Vor den Fenſtern prangten auch hier zinnoberrothe

Vorhänge An der Wand gegenüber ſtand ein mit ſchwar⸗

zem Leder überzogener Sopha, und auf den andern Sei⸗ ten befanden ſich kleine rothangeſtrichene Tiſche und Stühle.

An dem zu oberſt ſtehenden Tiſch, der Thüre gerade gegenüber, ſaßen die drei Perſonen, deren Geſpräch wir ſoeben angeführt haben.

Sie trugen Matroſenkleider, und man konnte ſie für nichts Anderes als für Bootsleute oder Hafenarbeiter halten. 3 Schnaps! rief man dem Mädchen zu.Schnaps!

Ohne einen einzigen Zug in ihrem Geſicht zu ver⸗ ändern, holte die Kellnerin, was man verlangte.

Eure Geſundheit! rief der Stier, der jetzt Wohl⸗ thäter war. 4