Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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Brav geſprochen, Kamerad... brav geſprochen... Schnaps her!

Inzwiſchen hatte man fortwährend den einen und andern dumpfen Hammerſchlag vom inneren Zimmer her gehört.

Das Geſpräch, das wir hier angeführt haben, fand in dem jetzt eingegangenen, ſeiner Zeit aber wohlbekann⸗ ten Café London ſtatt, das ungefähr mitten in der Schiffer⸗ Carlsgaſſe lag, einem jener ebenſo ſchmutzigen als engen und berüchtigten Gäßchen, die zwiſchen der langen Oſt⸗ ſtraße und der Schiffbrücke hingehen.

Vor dem Cafsé hing ein Schild, beſtehend in einem großen, grünen Kranz aus Eiſenblech, und mitten darin befand ſich eine Laterne.

Es war ein Oktoberabend. Die Laterne war ange⸗ zündet, verbreitete aber nur einen matten Schein, und die enge, ſchmutzige Gaſſe war finſter wie eine Januar⸗ nacht.

Der Wind blies von der Schiffbrücke her, und der Schild fuhr raſſelnd hin und wieder.

Das Licht drinnen im Café war ſtärker und wurde noch erhöht durch die zugezogenen, zinnoberfarbigen Gar⸗ dinen, jene für eine gewiſſe Art von Kneipen und Cafés in der Hauptſtadt ſo modernen Aushängeſchilder, unſchul⸗ dige Wegweiſer für alle Diejenigen, die ſonſt nicht wiſſen, wo das Laſter wohnt.

Die Treppe, die ins Café hinaufführte, gehörte wahr⸗ ſcheinlich in die Verwandtſchaft der Gaſſe: ſie war ſchmal, dunkel, ſchlüpferig, und hatte nicht ein einziges Fenſter. Mit den Händen tappend mußte man den Weg hinauf⸗ ſuchen: droben angekommen, hat man nur eine Thüre ver ſich, und wenn man vorwärts will, muß man auch hinein.

Die Treppe zum zweiten Stock war durch eine eiſen⸗

beſchlagene, mit einem eiſernen Riegel verſehene Thüre verſchloſſen. 3