lagerung fuͤr die hoͤchſte Aufgabe eines ganzen Feld⸗ zugs galt, und die beiderſeitigen Truppen die Win⸗ terquartiere bezogen, waͤhrend die Diplomatie den von der Taktik vertagten Streit fortſezte. All dieſes muß⸗ te jezt bei Seite gelegt werden, auf dieſe ſchlaffe Krieg⸗ fuͤhrung ſollte jezt der Kampf ganzer Nationen folgen, die, gleich wuͤthenden Fechtern, mit allen Waffen, mit allen Gliedmaßen ſich bekaͤmpften. Die Lage Frank⸗ reichs in ſeinen innern und aͤußern Verhaͤltniſſen er⸗ forderte die ſchrecklichſten Anſtrengungen, die je von einem Lande gemacht wurden, und der Kraftaufwand, den ſie erforderte, wurden entweder von dem Enthu⸗ ſiasmus der Einwohner willig geleiſtet, oder durch die Energie und Strenge der Revolutionsregierung er⸗ zwungen. Wir muͤſſen einen einzigen Blick auf den Zuſtand des Landes werfen, ehe wir die Maßregeln andeuten, die zu ſeiner Vertheidigung ergriffen wur⸗ den.
Auf der oͤſtlichen Graͤnze gegen Flandern hatte die engliſche und hanoͤvriſche Armee betraͤchtliche Fort⸗ ſchritte gemacht in Verbindung mit der oͤſterreichiſchen Armee unter dem Prinzen von Sachſen⸗Koburg, ei⸗ nem ausgezeichneten Offizier, der aber, in der alten Schule der foͤrmlichen und ſchleppenden Kriegsweiſe gebildet, es nie gehoͤrig erwog, daß eine neue Art Feinde ihm gegenuͤber ſtand, welche nothwendig auf eine andere Weiſe bekaͤmpft werden mußten, als die, mit denen er in ſeiner Jugend zu thun gehabt, und
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