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der, felbſt nicht unternehmend, die kuͤhnen Streiche des Feindes nicht vorgefehen oder nicht erwiedert zu haben ſcheint.
Der Krieg am Rhein wurde von den vereinigten Preußen und Oeſterreichern mit vielem Nachdrucke ge⸗ fuͤhrt. Die Franzoſen verloren die wichtige Feſtung Mainz, wurden aus andern Plaͤtzen vertrieben, und erlitten manche Unfaͤlle, obgleich Cuſtine, Moreau, Houchard, Beauharnois und andere Generale von großem Verdienſt bereits den Waffen der Republik Glanz verliehen hatten. Der Verluſt der ſeſten Weiſ⸗ ſenburger Linien, die von Wurmſer, einem ausge⸗ zeichneten oͤſterreichiſchen General erſtuͤrmt wurden, vollendete hier das Ungluͤck der republikaniſchen Waffen.
In Piemont waren die Frauzoſen ebenfalls un⸗ gluͤcklich, obgleich die Sache dort weniger groß und bedeutend war. Der republikaniſche General Brunet wurde aus ſeinem Lager zu Belvidere herausgeſchla⸗ gen, waͤhrend auf der ſoyeyiſchen Seite der Koͤnig von Savoyen gleichfalls einige temporaͤre Vortheile errang⸗
Eben ſo ungluͤcklich waren die republikaniſchen Armeen an den Pyrenzen. Eine ſpaniſche Armee, mit mehr Geiſt gefuͤhrt, als es kuͤrzlich mit den Trup⸗ pen dieſer einſt ſo ſtolzen Monarchie der Fall gewe⸗ ſen war, hatte den republikaniſchen General Servan geſchlagen, und die Bidoſſoa uberſchritten. An dem oͤſtlichen Ende dieſes beruͤhmten Gebuͤrgs hatten die Spa⸗ nier die Staͤdte Port⸗Vendre und Ollioules genommen,


