ne Bemuͤhungen, gegen dieſe brutalen Kerkermeiſter Gleichmuth und ſelbſt Hoͤflichkeit zu zeigen, wurden mit dem groͤßten Uebermuth beantwoertet. Einer von
ihnen, ein Maurer, hatte ſich in ſeiner Arbeitsklei⸗
dung in einen Armſeſſel geworfen, wo er, mit ſeiner Municipalſchaͤrpe geziert, nach Gefallen ausruhte, Der König ließ ſich herab, ihn im Tone der Unterre⸗ dung zu fragen, wo er arbeite. Er antwortete muͤr⸗ riſch:„Bei der Kirche von Saint Genevieve.“— Ich erinere mich, ſagte der Koͤnig, ich legte den Grund⸗ ſtein,— ein ſchoͤnes Gebaͤude, aber ich habe gehoͤrt, der Grund ſey nicht ſicher.“—„Er iſt ſicherer, ant⸗ wortete der Kerl, als die Throne der Tyrannen.“ Der Koͤnig laͤchelte und ſchwieg. Er erduldete mit der gleichen Geduld die uͤbermuͤthige Antwort eines andern dieſer Beamten. Der Mann war nicht zur gewoͤhnlichen und regelmaͤßigen Stunde abgeloͤst wor⸗ den, und der Koͤnig druͤkte ihm hoͤflich ſeine Hoffnung aus, daß der Aufſchub ihm keine Ungelegenheit verur⸗ ſachen moͤchte.„Ich bin hieher gekommen, antwor⸗ tete der Schurke, um Euer Benehmen zu bewachen, nicht damit Ihr Euch um das meinige bekuͤmmern ſollt. Niemand, fuͤgte er hinzu, und ſezte ſeinen Hut feſt in die Stirne, am wenigſten von Euch da, hat ſich darum zu bekuͤmmern.“ Wir haben Ge⸗ faͤngniſſe geſehen, und ſind verſichert, daß ſelbſt ver⸗ haͤrtete Kerkermeiſter, gewoͤhnt an die Scenen des Elends, ſolche Ausdruͤcke der Hoͤflichkeit, wenn auch


