Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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26 wuͤrde, welche in eben dem Maße ihre Feinde aufrei⸗ zen mußte, als ſie ihre Freunde lau machte. Die ſchleichende, geſchmeidige Politik, welche ſie bei dieſer Gelegenheit befolgten, beraubte die Girondiſten faſt jeder Hoffnung, ſich einen feſten und dauernden Ein⸗ fluß im Lande zu ſichern. Durch eine kuͤhne, offene und maͤnnliche Vertheidigung des Koͤnigs wuͤrden ſie ſich Ehre erworben haben, als Staatsmaͤnner, die ge⸗ ſonnen ſeyen, ſich ihrer Pflicht auch mit Gefahr ihres Lebens zu entledigen. Sie waͤren einer jeden Trup⸗ penmaſſe ſicher geweſen, die man haͤtte ſammeln koͤn⸗ nen, entweder von Royaliſten, die ihr Haupt in der Bretagne und Vendée zu erheben begannen, oder von Konſtitutionellen, welche die Verfolgung der Jakobi⸗ ner fuͤrchteten. Der Zuͤndſtoff fuͤr die Aufſtaͤnde, wel⸗ che nachher zu Lyon, Marſeille, Toulon und uber⸗ haupt durch den ganzen Suͤden und Weſten Frank⸗ reichs ausbrachen, war bereits in Brand geſteckt. Sie haͤtten 5 6000 Foͤderirte aus den Departements aufbringen koͤnnen, und dieGewalt waͤre dann in ih⸗ ren Haͤnden geweſen; wenn ſie ihren Feinden kuͤhn und tapfer die Stirne geboten haͤtten, ſo haͤtten ſie ſich der Nationalgarde wieder bemachtigen koͤnnen, welche blos theils durch ihre jakobiniſchen Fuͤhrer und ſeine Stabsofficiere, theils durch ihre Furchtſamkeit verhindert wurde, ein ſo blutiges und verhaßtes Joch abzuwerſen, wie das war, worunter ſie ſeufzte. Aber um dieß zu wagen, war die Ermuthigung des Kon⸗