Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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einen Gewaltſchritt des Volks nach dem andern, wo⸗ von jeder entweder der koͤniglichen Autoritaͤt oder koͤ⸗ niglichen Wuͤrde Abbruch that. Weit entfernt, die Beſchuldigung verdient zu haben, daß er ſich den An⸗ ſpruͤchen der Nation auf Freiheit widerſezt habe, waͤre es fuͤr ſie und ihn beſſer geweſen, haͤtte er ſeine Be⸗ willigungen auf den Grad von Freiheit zu beſchraͤnken verſtanden, wovon ſie einen geſetzmaͤßigen Gebrauch zu machen wußten, es kuͤnftigen Fuͤrſten uͤberlaſſend, die Zuͤgel der Regierung nachzulaſſen, nach Maßgabe, wie der oͤffentliche Geiſt in Frankreich ſich an den Ge⸗ brauch pol tiſcher Rechte gewoͤhnt.

Des Koͤnigs vollkommene Unſchuld war demnach weltkundig, beſonders aber denjenigen bekannt, welche jezt ſich das Recht anmaßten, ihm den Prozeß zu machen; kaum konnte man ſich uͤberreden, daß ſein Leben ernſtlich in Gefahr ſey. Ein geſchickter Kunſt⸗ griff der Jakobiner ſcheint darauf berechnet geweſen zu ſeyn, die unſchluͤſſigen Girondiſten in die Schlinge zu locken, daß ſie fuͤr des Koͤnigs Verurtheilung ſtimmten. Saint⸗Juſt, einer von ihnen hielt eine wuͤthende Rede gegen jede Foͤrmlichkeit, welche außer einem Todesurtheil in dieſem dringenden Falle beob⸗ achtet werden ſollte.Was wuͤrden, ſagten diejeni⸗ gen, welche dieſe kurze und ſichere Maßregel unter⸗ ſtuͤzten,die Ceremonien einer großen und kleinen Jury helfen? die Kanonen, welche Breſche legten in den Tuillerien, der einſtimmige Ruf des Volks am