Teil eines Werkes 
29. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 5. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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einige Leute entſchloſen ſeyen, ſein Leben mit Gefahr ihres eigenen zu retten, ſo verbot er das Unterneh⸗ men;laßt keinen Tropfen Blut um mich vergießen, ſagte er;ich wollte es nicht zugeben fuͤr die Sicher⸗ heit meiner Krone, ich will mein Leben nicht um dies ſen Preis erkaufenu. Dieß waren Geſinnungen, die vielleicht fuͤr die frommen Mitglieder der Geſellſchaft der Qusker beſſer paßten, als fuͤr den Koͤnig einer großen Nation; aber dem mag ſeyn, wie ihm will, Ludwig dachte ſo, und handelte gewiſſenhaft darnach. Und doch konnten ſeine Unterthanen ſeinen Charakter und ſeine vorgeſchuͤzte Schuld mit dem kuͤhnen und ſtolzen Stuart vergleichen, der im Laufe des Buͤrger⸗ kriegs perſoͤnlich die Waffen trug, und an der Spitze ſeines eigenen Garderegiments den Angriff machte. Aus dem Standpunkt ſeiner koͤniglichen Pflicht,⸗ war Ludwigs Benehmen gleichfalls ohne Tadel, außer dem, der auf einem Fuͤrſten haftet, der zu nachgiebig und mild iſt, um die billigen Rechte ſeiner Krone zu vertheidigen. Mit ſchwachem Widerſtreben gab er all⸗ maͤhlig jedem Verlangen nach, das an ihn gerichtet wurde, und bahnte ſo dem nachherigen Zuſtand Frank⸗ reichs den Weg. Statt als ſich eine Schranke zwiſchen ſein Volk und ſeinen Adel zu ſtellen, und beide zu ei⸗ nem annehmlichen Vergleich zu bringen, ließ er den leztern von ſeiner Seite reißen, und durch die Ver⸗ heerung ſeiner Laͤndereien und das Niederbrennen ſei⸗ ner Haͤuſer zur Auswanderung antreiben. Er billigte 2.