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ben nur ihre Sicherheit im Auge, und warteten viel⸗ leicht, bis weniger unruhige Tage ihnen das Vor⸗ recht zuruͤckgeben wuͤrden, ihre wahren Geſinnungen auszudruͤcken. Das Haupt dieſer ſchleichenden Wet⸗ terfahnen war Barrere, ein Mann von Scharfſinn und Beredtſamkeit, raſcher Erfindung, geſchmeidi⸗ ger Meinungen, und einem entſprechenden Gewiſſen. Sein Schrecken vor den Jakobinern war groß, und die Art, wie er ihren Unwillen, in ſo weit er ihn und die neutrale Parthei betraf, entwaffnete, oft ſehr ſinnreich. Wenn die Girondiſten durch Gruͤnde oder Beredtſamkeit irgend einen Sieg in der Verſamm⸗ lung erhalten hatten, der ihre Gegner zur Verzweif⸗ lung zu bringen ſchien, dann war es Barrere und die Mitglieder der Ebene, welche ſich zwiſchen Sieger und Beſiegte warfen, und durch irgend einen Vor⸗ ſchlag von hinterliſtiger oder neutraliſirender Art ei⸗ nem vollſtaͤndigen Siege zuvorkamen, und den Ruͤck⸗ zug der Geſchlagenen deckten.
Die Majoritaͤt, welche die Girondiſten in der Verſammlung behaupteten, die aber zum Theil, durch dieſe herzloſe und hin und her ſchwankende Bande von Huͤlfstruppen verkuͤmmert wurde, konnte ſie wohl nie mit einer dauerhaften und wirkſamen Gewalt bewaff⸗ nen. Sie müßten durchaus eine Gewalt aufweiſen, welche im Stande waͤre, ſie ſelbſt und diejenigen, die ſich mit ihnen vereinigen wuͤrden, zu ſchuͤtzen, und dadurch offen zu zeigen, daß die Starke auf ihrer


