87
cen Fuͤrſten nehmen, der ſo lange der Gegenſtand des Volksunwillens geweſen war.
Vom Anfang der Revolution bis zum gaͤnzlichen Umſturz des Throns war anfangs die Macht des Kö⸗ nigs, nachher ſeine Perſon und die Maßregeln, zu de⸗ nen er ſeine Zuflucht nahm, das ſtete Angriffsziel der Partheien, welche nacheinander ſich in die Verwal⸗ tung eindraͤngten. Jede Faktion beſchuldigte die an⸗ dern waͤhrend der kurzen Zeit ihrer Herrſchaft des Verſuchs, die Macht und die Vorrechte der Krone —auszudehnen, welche demnach einer beſtaͤndigen Bela⸗ gerung ausgeſezt war, obgleich dieſe von verſchiedenen und ſich widerſprechenden Partheien gefuͤhrt wurde, von denen die eine regelmaͤßis die Angriffslinien ein⸗ nahm, um die andere zu vertreiben, ſobald als ſie in ihrer Reihe Beſitz vom Miniſterium genommen hatte. So beſiegte der dritte Stand die zwei privilegirten. Klaſſen zum Vortheil des Volks und gegen die Kro⸗ ne; Lafayette und die Conſtitutionellen triumphirten uͤber die Gemaͤßigten, welche einen dazwiſchen ſtehen⸗ den Senat dem Koͤnig zum Schutz und Bollwerk ge⸗ ben wollten; und nachdem man eine Konſtitution ge⸗ ſchaffen hatte, ſo demokratiſch, wie moͤglich, die nur Namen und Zeichen des Koͤnigthums uͤbrig ließ, ſank ſie unter den Girondiſten, welche auch dieß Zeichen aufzugeben geſonnen waren. Auf dieſe Weiſe ſah das Volk den Koͤnig als ſeinen natuͤrlichen Feind an, und glaubte, das koͤnigliche Intereſſe ſey mit einer Reyp⸗


