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Todesurtheil. Danton war ein Held, verglichen mit dieſem kalten, berechnenden, ſchleichenden Boͤſewicht, denn ſeine Leidenſchaften hatten, wenn ſie auch alles Maß uͤberſchritten, doch einen Anſtrich von Menſch⸗ lichkeit, und ſeine brutale Wildheit war von einem brutalen Muthe unterſtuͤzt. Robespierre war ein Feig⸗ ling, welcher Todesurtheile, mit zitternder Hand un⸗ terzeichnete, obgleich ſein Herz fuͤhllos blieb. Er hat⸗ te keine Leidenſchaften, denen man ſeine Verbrechen zur Laſt legen könnte; ſie wurden mit kaltem Blute und nach reifer Ueberlegung begangen.
Marat, der dritte in dieſem hoͤlliſchen Triumvi⸗ rate, hatte die Aufmerkſamkeit der niedern Klaßfen auf ſich gezogen durch die Heftigkeit der Geſinnungen, welche er in dem Journal ausſprach, welches er von Anfang der Revolution an nach ſolchen Grundſatzen leitete, daß es bei der Befoͤrderung ihrer auf einan⸗ der folgenden Veraͤnderungen gleichſam den Zug fuͤhrte. Seine politiſchen Ermahnungen begannen und ende⸗ ten, wie das Geheul eines Bluthunds nach Mord, oder, wenn ein Wolf ein Journal haͤtte ſchreiben koͤn⸗ nen, ſo wuͤrde der ausgemergelte und ausgehungerte Elende nicht heftiger nach Mord gelechzt haben. Blut war Marats ſtetes Verlangen; nicht in Tropfen aus der Bruſt eines Einzelnen, nicht in ſchwachen Stroͤ⸗ men durch die Niedermetzlung der Familien, ſondern Blut, um ein Meer zu fuͤllen. Seine gewoͤhnliche Berechnung der Koͤpſe, welche er verlangte, betrug
W. Scott's Werke. XXVIII. 3


