26 wuͤrdige Faͤlle zeigten, daß die Buͤrgerwache gegen die köͤnigliche Perſon noch lauer geſinnt war, als ihr Be⸗ fehlshaber.
Die Nationalgarde, von Lafayette angefuͤhrt, mit dem das Nationalgeſetz betreffenden Edikte ausgeruͤſtet, hatte, wie ſchon bemerkt, maͤchtig zur Wiederherſtellung der Ordnung in Paris beigetragen, indem ſie bei ver⸗ ſchiedenen Gelegenheiten jene unordentlichen Verſamm⸗ lungen der Rebellen, deren Gewaltthaͤtigkeit und Grau⸗ ſamkeit den Aufang der Revolution entehrt hatten, aus⸗ einander trieb. Aber der Geiſt, der dieſe Verſammlun⸗ gen aufbot, ward dadurch nicht unterdruͤckt, es pflegten ihn ſorgfaͤltig die Jakobiner und ihre untergeordneten Agenten, deren Volksthuͤmlichkeit im Poͤbel wie die der Konſtitutionellen in den Buͤrgern lag. Unter den Luͤgen des Tages entſtand auch das Geruͤcht, das alte Schloß Vincennes, das ungefaͤhr drei Meilen von Paris liegt, ſollte ſtatt der Baſtille zu einem Staatsgefaͤngniſſe ge⸗ braucht werden. Ein ſtarker Pobelhaufe zog von der Vorſtadt St. Antoine, wo viele Arbeitsleute aus der unterſten Volksklaſſe wohnten, die ſchon wegen ihres Eifers fuͤr die revolutionaͤre Sache bekannt waren, aus. (28. Febr. 1791.) Sie wollten eben mit der Zerſtoͤrung des alten Schloſſes beginnen, als der wachſame Kom⸗ mandant von Paris ankam, und ſie nicht ohne Blut⸗ vergießen zerſtreute. Unterdeſſen geriethen die wenigen Royaliſten, welche Paris noch enthielt, in Angſt, der Tumult, der in einem andern Stadtviertel angefangen


