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Verſammlung mit Angſt das zunehmende Anſehen ei⸗ nes anerkannten Royaliſten. Lafayettee mit Bouillé verwandt, ſparte keine Muͤhe, ihn fuͤr die Verfaſſung zu gewinnen, waͤhrend Bouillé oͤffentlich geſtand, daß er ſeine Befehlshaberſtelle nur aus Gehorſam gegen den Koͤnig und in der Hoffnung, ihm dienen zu koͤnnen, beibehalte.
Mit dieſem General, der ſich noch einer Macht erfreute, die kein anderer Royaliſt in Frankreich beſaß, trat der Koͤnig in einen engen, obgleich geheimen Brief⸗ wechſel in Ziffern, worin es ſich vorzuͤglich um das beſte Mittel handelte, die Flucht der koͤniglichen Fa⸗ milie von Paris zu erleichtern, da die letztern Ereig⸗ niſſe dem Koͤnige ſeinen Aufenthalt dort doppelt ver⸗ haßt und gefahrlich gemacht hatte. Lafayette's Stuͤtze beſtand in ſeiner Popularitaͤt bei den Mittelklaſſen der Pariſer, die als Nationalgarden in ihm ihren Befehls⸗
haber erkannten und gewoͤhnlich ſeinen Befehlen gehorch⸗
ten, indem ſie die tumultuariſchen Verſammlungen des Poͤbels, wodurch Perſonen und Eigenthum bedroht wurden, auseinander trieben. Aber ohgleich Lafavette ſeinem Grundſatze, die Monarchie als einen Theil der Verfaſſung aufrecht zu erhalten, treu blieb, ſo ſchien er doch gegen den Monarchen kalt und mißtrauiſch ge⸗ ſinnt zu ſein. Er maß ſeine und ſeiner Anhaͤnger Ge⸗ fuͤhle ſtets mit dem Thermometer, und gerieth in Un⸗ ruhe, wenn ſeine und der Seinigen Loyalitaͤt etwas
weniger uͤber den Gefrierpunkt aufſtieg.— Zwei merk⸗


