24 fen und mit Klagegeſchrei zu Grabe geleitete.(Er ſtarb den 28. Maͤrz 1791.)
Der zweite Vertraute des Koͤnigs war der Mar⸗ quis von Bouillé, ein ganz anderer Mann als Mi⸗ rabeau: ein franzoͤſiſcher Soldat von altem Schlage, ein Royaliſt von Geburt und Neigung; er hatte ſich in dem amerikaniſchen Kriege einen bedeutenden Ruf erworben, und war zur Zeit der Revolution Gouver⸗ neur von Metz und dem Elſaß. Bouillé war mit ei⸗ ner ſeltenen Karakterſtaͤrke begabt, und im Stande, ohne ſeine Zuflucht zu irgend einer Verſtellung zu neh⸗ men, bei der allgemeinen Aufloͤſung der Armee unter der Beſatzung von Metz eine ziemlich ſcharfe Kriegs⸗ zucht zu erhalten. Die militaͤriſche Unbotmaͤſigkeit war ſo groß, daß Lafayette und ſeine Parthei in der Ver⸗ ſammlung nicht allein zoͤgerten, einen General zu ent⸗ laſſen, den ſeine Regimenter fuͤrchteten, und dem ſie gehorchten, ſondern ſich ſogar gezwungen fanden, den Marquis v. Bouillé mit ſeinen Truppen, trotz ſeines Royalismus, zur Unterdruͤckung des furchtbaren Auf⸗ ſtandes dreier zu Nancy liegenden Regimenter zu ge⸗ brauchen, was er mit vollkommenem Erfolg und mit einer ſolchen Strenge gegen die Inſurgenten bewerkſtel⸗ ligte, daß man ſich in Zukunft wohl des Gehorſams gewaͤrtigen konnte. Die republikaniſche Parthei gab dieſer Handlung der Gewalt den Namen einer Volks⸗ metzelei, und obgleich Bouillé in ihrem eigenen Auf⸗ trage gehandelt hatte, ſah doch ſelbſt ein großer Theil der


