. 19 Koͤrpers zu legen, was die Annahme des Geſetzes
verhindern ſollte, bis der Vorſchlag in zwei auf
einander folgenden Verſammlungen ernent durchge⸗ gangen war, worauf die koͤnigliche Beſtaͤtigung als gegeben angeſehen wurde. Dieſe Weiſe, die Annah⸗ me eines Lieblingsgeſetzes zu verhindern, ſchien dem Souverain in ſeiner Ausuͤbung eben ſo gefaͤhrlich, als der Verſuch, das Forteilen eines Wagens durch das Eingreifen in ſeine Naͤder zu verhindern. Wirk⸗ lich wagte auch der Koͤnig ſein Leben, ſobald er es⸗ verſuchte, dieſes letzte Ueberbleibſel der koͤniglichen Gewalt auszuuͤben; und dadurch, daß er es that, verlor er es am Ende. Unter dieſen verſtuͤmmelten Zuͤgen der Oberherrſchaft iſt es kaum des Erwaͤhnens werth, daß des Koͤnigs Bildniß noch immer die Staatsmuͤnzen zierte, und ſein Name den oͤffentli⸗ chen Befehlen vorgeſetzt wurde.
Ludwig aber ſchien dem auſſern Anſcheine nach ſelbſt mit dem kleinen Antheil lan der Staatsgewalt zufrieden, welche die neue franzoͤſiſche Konſtitution der Krone ließ. Er machte es ſich zur Regel, bei allen Gelegenheiten das Gutachten der Verſammlung zu ge⸗ nehmigen, und jedes Dekret, das ihm vorgelegt wurde, zu beſtaͤligen. Er nahm ſelbſt dasjenige an; welches die Verfaſſung der gallikaniſchen Kirche gaͤnzlich veraͤn⸗ derte. Er betrachtete ſich wahrſcheinlich als in gewalt⸗ famer Haft, ſeitdem er im Triumph von Ver ailles
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