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und wieder herſtellten, ſo blieben doch immer noch die Finanzen in einem eben ſo verwickelten Zuſtande, wie ehemals,— um ſo viel mehr, da es gar viele Leute in Frankreich gab, welche das Recht, die Abgaben zu ver⸗ weigern, fuͤr den am zwentigſten nwedehkehän und keines⸗ wegs unbehaglichſten Theil der neu erworbenen Freiheit hielten. Necker, der von dem Volke ſo oft als der Er⸗ retter des Vaterlandes empfangen worden war, wußte im gegent wapiiäen Falle durchaus nicht zu. helfen. Das gegenſeitige Band, das dir Menſchen in der Geſellſchaft zuſammen haͤlt, ſchien gaͤnzlich auseinander zu reißen; und iſt einmal der oͤffentliche Kredit zerſtoͤrt, ſo gleicht ein Finanzier, wie tuͤchtig, er auch ſei, dem Prospero, nachdem ſeine Gerte gebrochen, und ſein Bauch in die tiefe See verſunken iſt. Vergeblich belgtigte Necker da⸗ her auch die Verſammlung, indem er ihr die Noth der Finanzen ſchilderte. Sie wurde ſelner vorſtellungen muͤde, und empfing ſie mit deutlichen ucken der Kälte und der Gleichguͤltigkeit. In der T vhar; wozu konn⸗ ten die regelmaͤßigen Rathſe hlaͤge, die tief berechneten und kombinirten Plane eines Kinneomniniſters Manern dienen, die ſchon ihre Huͤlfsquellen im Auge hatten, und entſchloſſen waren, daß kein vermeintlicher Gewiſſens⸗ ſtrupel ſie verhindern ſolle, dieſelben zu ergreifen? Die Lrrabinnaen welche ihnen Necker gab, glichen einer Vorleſung uͤber Betriebſamkeit und Gewer bfleiß, die man dem Rolin Hood und ſeinen luſtigen Gefahrt en gehalten hatte, als ſie auszogen, um den Reichen im Namen des Armen zu berauben.
Die Verſammlung hatte beſchloſſen, daß, alle Vor⸗ urtheile bei Seiteg geſetzt, das Eigenthum der Kirche zum Beſten der Nation in Beſchlag genommen werden ſollte. Umſonſt eiferte die Geiſtlichkeit gegen dieſe Handlung,
des Raubs und Gewaltkhiriäfeir— umſonſt that ſie dar,
de ſie ein beſtehender Theil der Nation ſeie, und als ſolcher mit der Verſammlung unter der einverſtandenen Beſtarigung ihrer Rechte gemeinſchaftliche Sache ge⸗ macht haͤtte— umſonſt erſchallte in den Hallen die


