Teil eines Werkes 
26. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 2. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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1²4 benes und Edles in ſich, iſt mit geſchichtlichen Ruͤck⸗ erinnerungen und patriotiſchen Gefuͤhlen gepaart, und ſteigt es zuweilen bis zur Uebertreibung, ſo kann es die Geſellſchaft durch den Einfluß des Laͤcherlichen ſtrafen und ihm Schranken ſetzen. Merkwuͤrdig iſt es, wie ſchwer es, ſelbſt im Laufe der Revolution den groͤßten Beguͤnſtigern derſelben wurde, ſich von jenen alten Vorurtheilen loszureißen, welche auf die Verſchiedenheit der Staͤnde Bezug hatten.*)

Was aber die Verbannung der Ausdruͤcke der buͤr⸗ gerlichen Geſellſchaft betrifft, ſo hatte ſie in den Augen aller vernuͤnftigen Leute einen laͤcherlichen Anſtrich der Affektation; auf einige enthuſiaſtiſche Gemuͤther aber brachte ſie einen noch uͤbleren Eindruck, als den des bloßen Widerwillens hervor. Man verſetze ſich in die Stellung des Schreckens oder der Wuth, ſo wird man ſehen, wie gewiſſermaßen in unſerem Gemuͤthe die Lei⸗ denſchaft aufſteigt, welche mit der angenommenen Miene

*) Der Graf von Mirabeau war höchſt aufgebracht, als man ihn Requetti l'ainé nannte, und ſagte mit großer Bitterkeit, als man ſeine Reden unter dieſem Namen verbreitete:Mit eurem Requetti habt ihr Eurova auf drei Tage irre gemacht (Avec votre Requetti vous avez desorienté l'Europe pour trois jours). Im Herzen war Mirabeau ein Ariſtokrat. Aber was ſollen wir von der Bürgerin Roland ſagen, die mit ihrem plebejiſchen Namen, Manon Philipon prangte, und doch un⸗ konſequenterweiſe dem Burger Pachs vorwarf, daß ſein Vater ein Thürhüter geweſen ſei.