58 wohnheit und Scham die Parthei, die offenbar von Miſſethaͤtern und gemeinen Meuchelmoͤrdern gelei⸗ tet wurde, bald moͤglichſt zu verlaſſen, und ſich auf die Seite derer zu ſchlagen geneigt ſeyn, die Frieden und gute Ordnung ſchaͤtzten. Wir haben eine zu
gute Meinung von einem ſo aufgeklaͤrten Volke, wie
das franzoͤſiſche iſt, eine zu gute Meinung von der menſchlichen Natur in allen Laͤndern, als daß wir glauben koͤnnten, die Menſchen werden beim Boͤſen beharren, wenn man ihnen das bewilligt, was ihnen gebuͤhrt.
Was war in dieſem Falle die Pflicht Ludwigs XVI.2 Wir antworten ohne Zoͤgern das, was Ge⸗ org III. von England that, als ein gewaltthaͤtiger und ausſchwelfender Poͤbel im Namen der proteſtan⸗ tiſchen Religion Gefaͤngniſſe oͤffnete, fremdes Eigen⸗ thum zerſtoͤrte, Haͤuſer verbrannte, und, obſchon mit weit geringern Anzeichen von Greuelhaftigkeit, die⸗ ſelben Unordnungen begann, die jetzt Paris verheer⸗ ten. Es iſt bekannt, daß, als ſeine Miniſter zau⸗ derten, ihre Meinung in Betreff der Anwendung der Kriegsmacht zum Schutze des Lebens und Eigen⸗ thums gegen zuͤgelloſe Banditen zu ſagen, der Koͤ⸗
nig, als hoͤchſter Beamter, ſeinen Vorſatz erklaͤrte,
in die brennende Stadt, an der Spitze ſeiner Gar⸗ den zu ziehen, um mit Waffengewalt die Inſur⸗ genten zu uͤberwaͤltigen und der erſchrockenen Haupt⸗ ſtadt den Frieden wieder zu ſchenken. Dieſelbe Auffor⸗
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