Teil eines Werkes 
26. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 2. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

von Muth bloßen Drohungen abtritt. Wenn ſie ſich darin irrten, daß ſie von Anfang an ſich weiger⸗ ten, einen Geiſt der Verſoͤhnung und der Nachgie⸗ bigkeit anzunehmen, ſo hatte keine Menſchengattung je ſo hart dafuͤr zu buͤßen, daß ſie Anſtand nahm, einer Aufforderung zu gehorchen, die ihr Handlun⸗ gen von ſo ungewoͤhnlicher Selbſtverlaͤugnung aufer⸗ legte. 3 Die Geiſtlichkeit hielt nicht weniger an den Vorrechten der Kirche feſt, als der Adel an ſeinen beſon⸗ dern Feudalgerechtſamen. Es war bereits deutlich ge⸗ zeigt worden, daß das Eigenthum der geiſtlichen Staͤnde eben ſo gut, als jede andere Art von Ei⸗ genthum, zur Beſtreitung der Beduͤrfniſſe des Staa⸗ tes beitragen ſollte; und die philoſophiſchen Mei⸗ nungen, die ihre Glaubensſaͤtze bekaͤmpft, und ihre Perſonen laͤcherlich, ſtatt ehrwuͤrdig gemacht hatten, konnten, wie zu befuͤrchten ſtand, die Anhaͤnger der⸗

ſelben bewegen, ihre Abſichten auf das Ganze, ſtatt

auf einen Theil, auf alles Kirchengut naͤmlich, aus⸗ zudehnen. Sich entfernt haltend, bewegten ſich da⸗ her ſowohl der erſte, als der zweite Stand, wie es die beſondern Intereſſen eines jeden mit ſich brach⸗ ten; und beide bemuͤhten ſich, den herannahenden Sturm durch die Verzoͤgerung der Berathſchlagun⸗

gen der Generalſtaaten abzulenken. Sie hegten

hauptſaͤchlich den Wunſch, ihre individuelle Wichtig⸗

keit, als getrennte Staͤnde zu behaupten, und berie⸗