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Es muß den Gemeinen zugegeben werden, daß der Adel ſich ein unmaͤßiges Uebergewicht uͤber die mittlere Klaſſe angemaßt hatte, das ganz unver⸗ traͤglich mit der ihren Mitbuͤrgern gebuͤhrenden Ach⸗ tung, und unvereinbar mit dem Geiſte erleuchteter Zeiten war. Sie erfreuten ſich mancher Vorrechte, die den uͤbrigen Theil der Nation herabwuͤrdigten, und anderer, die ein ſchreiendes Unrecht waren, wo⸗ runter ihre Steuerfreiheit gerechnet werden mußte. In einen Stand des Koͤnigreichs verſammelt, ließen ſie ſich von dem esprit de corps beherrſchen, und zeigten feſt an den Vorrechten ihres Standes haͤngend, wenig Bereitwilligkeit, die von dem Geiſte der Zeit er⸗ heiſchten Opfer darzubringen; obſchon ſie dadurch Gefahr liefen, ſich das, was ſie zu bewilligen ſich weigerten, gewaltſam entriſſen zu ſehen. Sie wa⸗ ren oͤffentlich und unklugerweiſe halsſtarrig, wo ſie, ſowohl aus Grundſaͤtzen, als aus Klugheit— nicht nur ihrer ſelbſt, ſondern auch des Monarchen we⸗ gen— fuͤgſam und nachgiebig haͤtten ſein ſollen.
Dooch laßt uns gerecht gegen dieſen ritterlichen
und ungluͤcklichen Menſchenverein ſein. Sie beſa⸗
ßen den Muth, wenn auch nicht die Geſchicklichkeit
oder die Kraft ihrer Ahnen, und waͤhrend wir die Hartnaͤckigkeit tadeln, mit der ſie an nutzloſen und verjaͤhrten Vorrechten feſt hielten, wollen wir uns erinnern, daß dieſe ein Theil ihres Erbes waren,
dem kein Menſch gerne entſagt, und das kein Mann W. Scott's Werke. XXVI. 2
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