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ge der Regierung berufen worden war, beſaß einen um⸗
faſſenderen Geiſt und einen entſchloſſenern Muth, als Vergennes, ſein Vorgeſetzter. Im Jahr 1784 be⸗
trug das Deſizit zwiſchen den Einnahmen des ganzen
Staatseinkommens und den Ausgaben 684,000,000 Livres, in deutſcher Muͤnze 317,418,750 Gul⸗ den; allein damals beſtand ein großer Theil dieſer Schuld in Jahrgeldern, welche die Regierung bezahl⸗ te, und die mehr und mehr durch den Tod der In⸗ haber erloſchen; auch bot die Art der Steuererhe⸗ bung mannigfache Gelegenheiten zu Erſparniſſen dar. So groß daher die Summe des Deftzits erſchien, ſo konnte ſie doch, in Betracht der Huͤlfsquellen ei⸗ nes ſo reichen Landes, nicht ſehr furchtbar geweſen ſeyn; allein es war nothwendig die Buͤrde der neu⸗ en Auflagen, welche dieſe dringende Noth erforderte, unter alle Staͤnde des Staates gleich zu vertheilen. Die Gemeinen(oder der dritte Stand) waren durch das Gewicht der Steuern, die auf ihnen allein laſteten, erſchoͤpft, und Calonne faßte den kuͤhnen und lo⸗ benswerthen Entſchluß, die bisher ſteuerfreien Ade⸗
ligen und Geiſtlichen zu zwingen, ihren Theil zu den
Einkuͤnften des Staates beizutragen.
Dies war jedoch nach dem gegenwaͤrtigen Zu⸗ ſtande des Publikums ein zu kuͤhner Entwurf, als daß er ohne die Huͤlfe irgend einer Art von Volks⸗ vertretung haͤtte zur Ausfuͤhrung gebracht werden
koͤnnen. In dieſer Kriſe haͤtte Ludwig wiederum die
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