Teil eines Werkes 
25. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 1. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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naͤmlich, die ſolche neue Auflagen erzwangen, muß⸗ ten von den Parlaments einregiſtrirt werden; allein waͤhrend die Miniſter dieſe Handlung fuͤr ein rein miniſterielles Geſchaͤft, und einen Theil der derſel⸗ ben auferlegten Amtspflicht hielten, beharrten die Parlaments auf der Behauptung, daß ſie die Macht beſitzen, uͤber die koͤniglichen Edikte zu berathſchla⸗ gen, und Einwendungen gegen ſie vorzubringen, ja die Eintragung derſelben zu verweigern, und daß jene Vollmachten keine geſetzliche Kraft haben, be⸗ voor ſie nicht auf dieſe Art eingetragen ſeien. Die Parla⸗ ments uͤbten dieſe Gegengewalt bei verſchiedenen Gelegenheiten aus, und da ihr Einſchreiten ſtets das Wohl des Volkes bezweckte, ſo wurde es durch die oͤffentliche Meinung fuͤr rechtmaͤßig erklaͤrt. Es war auch natuͤrlich, daß Frankreich, bei dem Man⸗ gel aller andern Volksvertreter, dieſe Beamte als die Beſchuͤtzer ihrer Rechte betrachtete, und als die einzige Macht, die auch nur einen Schein von Wi⸗ derſtand gegen die willkuͤhrliche Vergroͤßerung der Staatslaſten darbieten konnte. Man kann dieſe Staatsdiener weder der Sorgloſigkeit, noch der Feigheit bey der Erfuͤllung ihrer Pflicht beſchuldigen; denn je mehr man die Steuern erhoͤhte, deſto furcht⸗ barer ward der Widerſtand der Parlaments. Lud⸗ wig XV. ſuchte ihren Muth durch die Unterdruͤckung ihres Gerichtshofes und die Verbannung der Mit⸗ glieder deſſelben aus Paris zu brechen; allein dieſes