es unter ihrer Wuͤrde hielten, die Geſinnungen poli⸗ tiſcher Freiheit von England zu borgen, konnten ſie jetzt von einem Lande herleiten, das nicht nur kein Nebenbuhler Frankreichs war, ſondern in dem das letztere ſogar den Feind der Inſel anerkannte, die es, aus Politik oder Vorurtheil, ſeinen natuͤrlichen Feind nannte. Der tiefe Anthell, den die Fran⸗ zoſen an dem Gluͤcke der amerikaniſchen Inſurgenten laut zu erkennen gaben, lief zwar den Intereſſen ih⸗ rer Regierung, oder vielleicht der Nation im Gan⸗ zen ſchnurſtracks entgegen; allein er war aus zu vie⸗ len Beſtandtheilen, die auf alle Staͤnde einwirkten, zuſammengeſetzt, als daß er durch kalte Ruͤckſichten politiſcher Klugheit haͤtte uͤberwaͤltigt oder zum Schwei⸗ gen gebracht werden koͤnnen. Der ſtets nach kriege⸗ riſcher Ehre duͤrſtende Adel wuͤnſchte im Allgemei⸗ nen den Krieg, und die meiſten Mitglieder deſſelben liehen, als Zoͤglinge der beruͤhmten Encyclopaͤdie, ihre Schwerter mit doppeltem Vergnuͤgen der Sa⸗ che der Freiheit. Die Staatsmaͤnner glaubten in dem Waffengluͤcke der amerikaniſchen Inſurgenten den gaͤnzlichen Sturz des engliſchen Reiches, oder wenigſtens ein tiefes Herabſinken von jener Hoͤhe des Anſehens, die es bei dem Frieden von 1763 er⸗ reicht hatte, zu erblicken. Sie drangen daher unge⸗ ſtuͤmm in Ludwig XVI von der bisher vergebens ge⸗ ſuchten Gelegenheit, einen ſy furchtbaren Nebenbuh⸗ — 6.
Teil eines Werkes
25. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 1. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


