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reich, das dem ganzen Europa, in Sachen der Mode, ſo lange Geſetze vorgeſchrieben hatte, ſchien jetzt ſelbſt geneigt, die einfacheren Formen und Trachten ſei⸗ nes alten Nebenbuhlers zu entlehnen. Die Sucht, die Englaͤnder nachzuahmen, wurde ſelbſt bis zur Al⸗ bernheit getrieben. Nicht allein nahmen Franzoſen von Stand, der Etikette zum Trotz, den runden Hut und den Frack an,— nicht nur hatten ſie eng⸗ liſche Wagen, Hunde und Pferde, ſondern es wur⸗ den ſogar engliſche Kellner gemiethet, damit fran⸗ zoͤſiſche Weine mit dem England eigenen Anſtande auf die Tafel geſtellt wuͤrden. Dies waren in der That bloße Auswuͤchſe einer bis zum Uebermaße ge⸗ triebenen Modeſucht; allein, gleich dem oben auf den Wellen ſchwimmenden Schaume verriethen ſie die Tiefe und Staͤrke der untern Waſſer, und, unbedeu⸗ tend an und fuͤr ſich ſelbſt, waren ſie dadurch furcht⸗ bar, daß ſie die Verachtung bewieſen, mit der die Franzoſen jetzt alle diejenigen Formen und Gebraͤu⸗ che betrachteten, die bis auf dieſe Zeit ihrem Vater⸗ lande eigenthuͤmlich geweſen waren. Dieſer Nachah⸗ mungsgeiſt ſtieg bis zu einer ſo unmaͤßigen Hoͤhe, daß er mit dem gluͤcklichen Namen Anglomanie be⸗ legt wurde. 9
3) Man führt hievon ein Beiſpiel an, das an und kür ſich ſpaßhaft, allein, mit den nachherigen Ereigniſſen in Verbin⸗
S. Scott's Werke. XXV. 6


