Teil eines Werkes 
14. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 5. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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„Niemand, Sir,“ erwiederte Alexis;„ein Knabe brachte eine Botſchaft, und wie ich fuͤrchte eine beunruhigende.“

„Sir, es iſt nur die Furcht,“ ſagte Albert her⸗ vortretend,„die uns bewegt, daß, obgleich wir glaub⸗ ten bis morgen verweilen zu duͤrfen, wir nun noch heute Abſchied nehmen muſſen.“.

„Nicht alſo, mein Bruder,“ ſagte Alexis,„Du

ußt hier bleiben und uns vertheidigen helfen— denn wenn Ihr Beide abweſend ſeyd, ſo wird man Euch angenblicklich und wahrſcheinlich mit Erfolg nachſetzen; bleibſt Du aber, ſo werden die verborgenen Plaͤtze in dieſem Hauſe Zeit zum Unterſuchen koſten. Auch kaunſt Du uͤberdieß die Kleider mit Mr. Kernegup wechſeln.“.

„Recht ſo, edles Maͤdchen,“ ſagte Albert;„vor⸗ trefflich— ja— Louis, ich bleibe als Kerneguy hier, und Sie entfliehen als der junge Mr. Lee.“

„Ich kann noch nicht einſehen, wozu das dienen ſoll,“ ſagte Carl.

„Und ich eben ſo wenig.,“ ſagte der Ritter. „Leute kommen und gehen, ſchmieden Plaͤne und aͤn⸗ dern ſie, in meinem Hauſe, ohne mir die Ehre zu erzeigen, mich um Rath zu fragen! Wer iſt dieſer Mr. Kerneguy, oder was iſt er mir, daß mein Sohn da⸗ bieiben und ſich der Gefahr der Entdeckung ausſetzen ſoll, damir dieſer ſchottiſche Page unterdeſſen in ſei⸗ ner Kleidung entrinnt? Die Ausfuͤhrung ſolcher In⸗ triguen dulde ich nicht, und waͤre es das feinſte Ge⸗ webe das Doctor Rochecliffe's Gehirn nur je ausge⸗ ſponnen hat.— Ich wunſche Ihnen nichts Boͤſes, Lonis. Du biſt ein herrlicher Jungling; aber man behandelt mich gar zu verächtlich in bieſer Sache, mein Freumd.““

„Ich bin ganz Ihrer Meinung Sir Henry.”“ erwiederte die angeresete Perſon.„Man hat wirk⸗ lich Iyre Gaſtfreundſchaft mit einem Mangel an Zu⸗ trauen erwiedert, das doch nie gerechter ertheilt wor⸗ den waͤre. Aber jetzt iſt der Augenblick gekommen,