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Dieſes, was der preßbyterianiſche Geiſllich mit
Heftigkeit ſprach, beantwortete der General mit der groͤßten Milde. 8
„Ei du liebe Zeit, du liebe Zeit! Ein gelehrter Mann, aber aufbrauſend; der allzugroße Eifer ver⸗ zehrt ihn faſt.— Schoͤnen Dank, Sir, ſchwatzen Sie immer von ihren regelmaͤßigen Evangelien⸗Mahlzei⸗ ten; aber ein Wort zu ſeiner Zeit vom Herzen zum Herzen, wenn man zum Beiſpiel grade dem Feinde entgegen reitet, oder eine Breſche beſtuͤrmt, iſt dem armen Geiſte wie en gutes Stuͤck Braten, das der Lunbri⸗ einem großen Gaſtmahl vorzieht, wenn ihm
as Suͤßliche zuwider iſt. Dennoch aber, obgleich ich dn⸗ meiner ſchwachen Meinung nach ſagte, moͤchte ich doch Niemanden einen Gewiſſenszwang anthun, und uͤberlaſſe es den Gelehrten dem Gelehrten zu folgen, und den Weiſen ſich von dem Weiſen unterrichten zu laſſen, waͤhrend es den armen, einfachen Seelen geſtattet ſeyn ſoll, einen Labetrunk aus dem Strom zu ſchoͤpfen, der am Wege fließt.— Ja wahrlich, es wird ein erfreulicher Anblick ſeyn in alt England, wenn ein Glaube duldſam ſeyn wird gegen den ande⸗ ren, wenn einer die Schwaͤchen des anderen bedeckt und ſich alles erfreut im gemeinſchaftlichen Wohle.— Ja gewiß,— wer ſich dann reich glaubt, der trinke aus ſeiner ſilbernen Flaſche und ſeinem ſilbernen Be⸗ cher— waͤre es doch nur ſchon ſo weit!“—


