Teil eines Werkes 
14. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 5. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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ſich die Haͤnde wie ein unzuverlaͤſſiger Zeuge.

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Hier oͤffnete ein Officier die Thuͤre und ſah hin⸗ ein; augenblicklich wechſelte Cromwell die Prediger⸗ weiſe mit einem ſcharfen, kurzen Tone und rief: Pearſon iſt er gekommen?

Nein Sir, erwiederte Pearſon;wir haben auf dem angezeigten Platze nackgefragt, und auch in anderen Oertern der Stadt, wo er ſich auſzuhalten pflegte.

Der Schurke! ſagte Cromwell mit bitterem Ausdrucke;koͤnnte er wohl falſch ſeyn? Nein, nein, ſein Vortheil iſt zu ſehr dabei im Spiele. Wir werden ihn doch noch finden. Bleibe in der Naͤhe.

Waͤhrend dieſe Unterredung Statt fand, kann ſich der Leſer wohl Everards Unruhe vorſtellen. Si⸗ cher war Cromwell nur einer aͤußerſt wichtigen Sache wegen da, und er mußte vermuthen, daß der Gene⸗ ral einige Nachrichten uͤber den Ort erhalten hatte,

wo ſich Carl verborgen hielt. Wuͤrde dieſer gefangen, ſo war eine Erneuerung des Trauerſpiels des 3oten

des Januars faſt unvermeidlich, und der Ruin der ganzen Familie Lee, ihn ſelbſt wahrſcheinlich mitbe⸗ griffen, mußte die nothwendige Folge ſeyn. Aengſtlich blickte er den Wildrake an, aber auch in deſſen Zuͤge ſpiegelte ſich die unruhe, die er mit

ſeinem gewoͤhnlichen Blicke des Selbſtzutrauens zu

bemaͤnteln ſuchte. Aber das innere Gewicht uͤberwog; er ſcharrte mit den Fuͤßen, rollte die Augen und rieb