Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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ließ, daß, da er die linke Schlaͤfe traf, der Schlag faſt im Augenblick das Leben raubte.

Einige wenige Zuckungen wurden von den Wor⸗ ten begleitet:Jocoline ich ſterbe aber ich

verzeihe Dir Doctor Rochecliffe ich wuͤnſche ich

haͤtte mehr ach! der Geiſtliche das Todten⸗ amt. Als er dieſe Worte ausſtieß, die vielleicht ſeine Ruͤckkehr zu einem Glauben anzeigen ſollten, dem er doch nie ſo ganz entſagt hatte als er ſich felbſt glauben machte, verlor ſich ſeine Stimme in einen Seufzer, der in der Gurgel droͤhnend ſeinen Weg zur Luft nicht mehr finden zu koͤnnen ſchien. Dieſes waren die letzten Lebensſomptome: dann er⸗ ſchlaffte die geballte Fauſt die geſchloſſenen Augen oͤffneten ſich und ſtarrten den Himmel mit lebloſen Hoͤhlen an die Glieder dehnten ſich aus und wur⸗ den ſteif. Der Koͤrper, kürzlich noch vom Leben be⸗ ſeelt, war nun ein Haufe empfindungsloſen Staubs die Seele, in einem ſo ungeſegneten Augenblick aus isrer irdiſchen Wohnung verjagt, ſtand jetzt vor dem Richterſtuhle des Allerhoͤchſten.

Ach, was haſt Du gethan! was haft Du gethan⸗ Jocoline! rief Phoebe aus;Du haſt den Mann umgebracht!

Veſſer als wenn er mich umgebracht haͤtte, antwortete Jocoline;denn er war keiner von denen, die ihr Ziel zweimal verfehlen. Doch thut es mir leid um ihn Manchen froͤhlichen Streich trieden wir zuſammen, als er noch der wilde Philipp Hazel⸗ dine war, und doch war er ſchon damals ein furcht⸗ harer Menſch; aber ſeitdem er ſeine Laſter mit Schein⸗ heiligkeit bemaͤntelte, ſcheint er ein noch aͤrgerer Teu⸗ fel geworden zu ſeyn als je.

Ach Jocoline, komm mit fork, ſagte die arm⸗

Phoͤbe,ſteh' nicht ſo da und ſtarr ihn an; denn

der Foͤrſter, gelehnt auf ſeine ungluͤckliche Waſſe, ſtand 3 a