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Everard ein, klopfte ihn freundlich auf die Schulter und als jener ſich herumdrehte, ſprach er mit einem befehlenden Tone, der ihm ſehr zu Gedote ſtand:„Auf ein Wort, Sir!“—
„Wie Sie befehlen Sir erwiederte Everard, und da er natuͤrlicher Weiſe die Abſicht ſeines Gegners fuͤr eine feindliche hielt, ſo erhob er ſein Schwerdt mit der linken Hand, legte die Rechte an den Griff und ſchien den Ruf nicht ungerne zu hoͤren; denn Rache iſt fuͤr die Taͤuſchung wenigſtens ebenſo angenehm,
wie das Mitgefuͤhl fuͤr die Liebe.
„Bſt!“ antwortete der Koͤnig„das kann fuͤr jetzt nicht Sfatt finden— Oberſt Everard ich bin Carl Stuart!“. 1
Mit dem groͤßten Erſtaunen fuhr Everard zuruͤck, und rief dann aus:„Unmoͤglich— das kann nicht ſeyn!— Der Koͤnig der Schotten iſt von Briſtol aus entflohen.— Mylord Willmot, man kennt Ihre Ta⸗ ante zur Intrigue— aber das wird mich nicht taͤu⸗
en.
„Der Koͤnig der Schotten, Mr. Everard“ ſagte Carl—„da es Ihnen gefaͤllt ſeine Herrſchaft alſo zu be⸗ ſchraͤnken— wenigſtens auf jeden Fall der aͤlteſte Sohn des letzten Herrſchers von Britannien— ſteht jetzt vor Ihnen, alſo iſt es unmoͤglich, daß er von Briſtol aus entflohen ſeyn kann. Doctor Rochecliffe wird mein Zenge ſeyn, und Ihnen uͤberdieß ſagen, daß Willmot ein ſchöner Mann mit blonden Haaren iſt— das meinige wie Sie ſehen iſt rabenſchwarz.“
Rochecliffe, welcher ſah was vorging, uͤberließ Alexis der Vorſicht des Wildrake, deſſen ausgezeich⸗ nete Zartheit in den Verſuchen die er machte, ſie ins Leben zuruͤckzurufen, einen liebenswuͤrdigen Contraſt mit ſeiner gewoͤhnlichen Wildheit bildete, und ihn ſo ſehr beſchaͤftigte, daß er fuͤr einen Augenblick die Sa⸗ che nicht bemerkte, die ihn ſo ſehr intereſſirt haben wuͤrde. Doctor Rochecliffe aber trat vor— die Haͤnde mit allen Ausdruͤcken der Angſt ringend, und mit


