mich zu verlaſſen habe. Iſt verſtehe das Schwanken
nicht, das ein Maͤdchen in Zweiſel ſetzt, wie es bei wei Bewerbern entſcheiden ſolle; auch moͤchte ich
ir nicht gerne die Eitelkeit zuſchreiben, Dich nicht mit einem Liebhaber begnügen zu wollen.“
Die Heftigkeit der Ausdruͤcke des Everard, als er ſeine lange aufrichtige Ergebenheit bei den hoͤfiſchen Reden eines luderlichen Hoͤflings ſchnell vergeſſen
laubte, erweckte den Muth der Alexis Lee, die wie ſchon geſagt, auch in ihrem Character etwas von der Lowenlaune hatte, die ihrer Familie eigen war.
„Wenn man mir ſo falſche Gedanken unter⸗ ſchiebt,“ ſagte ſie,„wenn man mich nicht des gering⸗ ſten Vertrauens, nicht einer freundſchaftlichen Aus⸗ legung wuͤrdigt,— dann hoͤre meine Erklaͤrung und
meine Verſicherung, daß,— wie ſonderbar auch
meine Worte ſcheinen moͤgen,— ſie doch, recht aus⸗ elegt, Dich nicht beleidigen koönnen.— Ich ſage
ir— ich ſage es allen Anweſenden, und ich ſage es dieſem Edelmaun ſelbſt, der den Sinn deſſen, was ich ſage woh verſteht, daß ſein Leben und ſeine Sicher⸗ heit mir von groͤßerem Werthe ſind, oder ſeyn muͤſ⸗ ſen, als die eines jeden anderen Mannes im Koͤnig⸗ reiche— ja in der ganzen Welt, jener ſeye nun auch wer es wolle.“
Dieſe Worte ſprach ſie in einem ſo feſten und entſchloſſenen Tone, daß kein weiterer Streit mehr ſtatt finden konnte. Carl verbeugte ſich tief und ernſt, und ſchwieg. Everard aber, deſſen Zuͤge eine
Bewegung verriethen, die ſein Stolz zu unterdruͤcken
nicht im Stande war— nahete ſich ſeinem Gegner mit einer Stimme, bei welcher er umſonſt nach Fe⸗ ſtigkeit ſtrebte:„Sir, Sie boͤrten die Erklaͤrung der Lady, und zwar ohne Zweifel mit den Gefuͤhlen der Dankbarkeit, wie es dieſer Fall im hoͤchſten Grade verlangt.— Als ihr armer Verwandter und ihr vu⸗ wuͤrdiger Bewerber gedenke ich die Ruͤckſichten, welche ſie für mich ha:, Ihnen zu uͤbertragen, denn ich will


