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mit aller Geſchicklichkeit meines Freundes Francalanza dem Cavalier das Schwerdt aus der Hand, ſo daß es zehen Ellen weit flog. In dieſem Augenblick erſchie⸗ nen beide Partheien auf dem Kampſplatz. Erverard rief dem Wildrake heftig zu:„Iſt das Deine Freundſchaft? Ums Himmelswillen, was machſt Du denn in der Narren Jacke und was für Aſenſtrei⸗ che gibt es da?“ Sein würdiger Secundant beugte etwas beſchämt den Kopf, wie ein Knabe den man auf einem Bubenſtreich ertappt und ging hin, ſein Schwerdt aufzuſuchen, wobei er im Vorbeigehen den Kopf in das Gebüſch ſteckte, um wo möglich den verborgenen Gegen⸗ ſtand ſeiner Neugierde näher zu betrachten. Unterdeſ⸗ ſen war Carl über das, was er geſehen hatte, noch weit mehr erſtaunt.
„Wie“ rief er aus,„iſt Doctor Rochecliffe dem buchſtäblichen Sinne nach ein Kämpfer der Kirche ge⸗ worden, daß er ſich mit unſerem Freund Wildrake he⸗ rumſchlägt? Darf ich mir die Freiheit nehmen ihn zu bitten, ſich zu entfernen da Oberſt Everard und ich einige Privat⸗Geſchäfte zu beſorgen haben?“
Bei wichtigen Gelegenheiten war es ſonſt Roche⸗ cliffes Art, ſich mit der Autorität ſeines heiligen Am⸗
tes zu bewaffnen und auf eine Weiſe den Vermittler zu ſpielen, die ſelbſt einen König überwältigen und ihn fühlen laſſen können, daß ein Seelſorger in Auf⸗ trag eines Höheren als er ſelbſt ſey ſpräche. Aber die
unvorſichtige Freiheit, die er ſeiner Leidenſchaft gelaſ⸗
ſen hatte, und die Stellung, in der er entdeckt wor⸗ den war, ſchienen nicht ſehr geeignet, eine Oberherr⸗ ſchaft anzunehmen, der ſich ein ſo eigenmächtiger Geiſt wie der des Königes wahrſcheinlich unterwerfen würde. Doch verſuchte es der Doctor ſeine Würde zu ſam⸗ meln und erwiederte mit dem ernſteſten aber zugleich ehrfurchtsvollſten Tone, den er annehmen konnte, daß auch er höchſt wichtige Geſchäfte habe, die ihn verhin⸗ derten, den Wünſchen des Mr. Kerneguy zu willfah⸗ ren und den Ort zu verlaſſen.
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